Wälzlager-Beschichtung

Unter korrosiven Umständen

stoßen Standard-Wälzlager rasch an ihre Grenzen. Während Wälzlager aus Edelstahl hervorragenden Korrosionsschutz bieten, sind die Tragzahlen und damit auch die Lebensdauer durch die geringere Härtbarkeit reduziert. Darauf kommt es bei Lauf- und Kurvenrollen aber im Besonderen an.

Längere Standzeiten ermöglichen Produkte mit Oberflächenbeschichtung. Oft sind sie im Vergleich zu korrosionsbeständigen Stählen zudem die wirtschaftlichere Lösung. Findling bietet deshalb jetzt auch Oberflächenbehandlungen für Laufrollen an; die selbsthaltenden, ein- oder zweireihigen Kugellager mit besonders dicken Außenringen nehmen neben hohen Radialkräften auch axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Die Mantelfläche der Außenringe ist zylindrisch oder ballig. Letztere eignet sich, wenn Schiefstellungen gegenüber der Laufbahn auftreten und Kantenspannungen zu vermeiden sind. Bisher wurden Lösungen auf der Basis von Laufrollen der Baureihen LR-200, LR-3000, LR-5200 realisiert und mit der DD-Dichtungstechnik kombiniert, die besonders hohe Dichtwirkung gegen eindringenden Schmutz und Feuchtigkeit bietet. Die Kurvenrollen der Typen KR und KRV sowie die Stützrollen der Ausführungen NATV und NATR sind für diese Korrosionsschutzbehandlung geeignet.
Die Zink-Eisen-Variante (Schichtdicke 3-6 µm) mit anschließender Dickschichtpassivierung ist ein kostengünstiger kathodischer Korrosionsschutz, der bei allen Lagertypen verwendet werden kann. Die Salzsprühbeständigkeit gemäß DIN EN ISO 9227 beträgt zwischen 48 und 360 Stunden gegen Rotrostbildung. Noch besseren Schutz bietet die Zink-Nickel-Ausführung (Schichtdicke 3-6 µm) mit anschließender Dickschicht-Passivierung; sie ist ein hochwertiger kathodischer Korrosionsschutz. Hier liegt die Salzsprühbeständigkeit gemäß DIN EN ISO 9227 bei 360 bis 720 Stunden gegen Rotrostbildung. Beide Legierungen enthalten keine schädlichen Chrom(VI)-Verbindungen. ms

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