Stahlprofile und Verbindungselemente

„Simpel aber effektiv“

Das Unternehmen Steelline Profiltechnik startete 2001 ganz unscheinbar als Kleinbetrieb in Plettenberg. Inzwischen hat es sich zu einem international tätigen Zulieferer der Metallbe- und -verarbeitung gemausert. Vor wenigen Wochen hat es seine neue Produktionsstätte in Köbbinghausen in Betrieb genommen. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker hat sich den neuen Standort angeschaut.

Das Schmuckstück der neuen Produktionsstätte: Automatisches Hochregallager

Seit seiner Gründung im Jahr 2001 entwickelt, fertigt und vertreibt Steelline stählerne Profilsysteme und Verbindungselemente für die Montagetechnik. Als Zulieferer bedient das Unternehmen unter anderem Kunden im Anlagenbau, in der Förder- und Transporttechnik, im Bahnbau, in der Kraftwerkstechnik und im C-Teile-Handel. Auch Maschinenbau und Rohrleitungstechnik gehören zum festen Abnehmerkreis. Das Unternehmen befindet sich von Beginn an auf Wachstumskurs. Auf einem Berg über vielen anderen Gewerbebetrieben hat es nun vor wenigen Wochen sein neues Firmengebäude in Betrieb genommen. Hier gehen alle Prozessschritte von Produktion und Logistik nahtlos ineinander über.

Am neuen Standort in Köbbinghausen, das liegt exakt zwischen Bonn und Paderborn, grenzt die Fertigungshalle direkt an die Fahrzeughalle an. Hier stehen die Lkw bereit zum Ent- oder Beladen. Die Brummihalle wiederum befindet sich unmittelbar neben Verpackungsstation und Hochregallager. Alles ist so angelegt, dass von allen Seiten angeliefert, abgeladen und bestückt werden kann. Dabei laufen sämtliche Prozesse „just in time“ ab, also genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

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Wie in einem Bienenschwarm

In den Hallen geht es zu wie in einem Bienenschwarm. Man kann es nicht anders sagen. Alle Prozessschritte werden genau und kontinuierlich abgearbeitet. Die Firmenleitung platzt vor Stolz: Modernste Technik hat Einzug gehalten – endlich! Das Schmuckstück des Unternehmens ist nun das neue Hochregallager. Auf einer Fläche von insgesamt 2186 Quadratmetern sind hier alle Produkte des Unternehmens untergebracht. „Das ist unser Herzstück“ sagt Geschäftsführer Christian Bieda. Die Halle ist 14 Meter hoch, und neun Meter Höhe misst das Hochregallager. Es ist hoch automatisiert und computergesteuert, ausgestattet mit einem eigens dafür entwickelten System und innovativer Gabelstapler-Technik. Erarbeitet hat das alles Lagerleiter David Conrad, der Sohn von Steelline-Geschäftsführerin Brigitte Conrad: „Ich habe mir einfach überlegt, wie man die moderne Technik effizient nutzen kann, um so viel Arbeit und Mühe zu sparen“, sagt David Conrad im Gespräch mit uns. Conrad ist ein „Hochstapler“ – im bestmöglichen Wortsinn. Denn er fährt in den Gassen des neuen Lagers mit den Spezial-Staplern inklusive der gesamten Kabine auf bis zu neun Metern Höhe hinauf.

Das Besondere an den Staplern ist, dass sie induktiv geführt werden. Das heißt, sie „klinken“ sich selbstständig in die Induktionsschleifen im Boden ein und werden von diesen gerade wie auf Schienen mit hohem Tempo entlang der Regale geführt. „Das Lagerverwaltungssystem habe ich selbst entwickelt; es ist eine komplette Eigenkreation“, betont Conrad. Softwaremäßig betrachtet sei das „System eigentlich recht simpel, dafür aber höchst effektiv“, sagt er. Dass er selbst es programmiert und auf die Anforderungen des Unternehmens abgestimmt hat, sieht er als großen Pluspunkt. „Auf jeden Fall vereinfacht es den Betrieb hier erheblich“, da sind sich alle Verantwortlichen einig.

Im Rahmen des Neubaus investierte Steelline nicht nur in Produktionstechnik und Logistik, sondern auch in Umweltschutz und Energieeffizienz: Auf dem Dach der Fertigungshalle entstand eine moderne Photovoltaik-Anlage, die dem Unternehmen viel Geld spart. Außerdem sind alle Büros miteinander vernetzt; leistungsstarke Datenleitungen wurden durch die einzelnen Gebäudeteile verlegt. Die Räume sind großzügig dimensioniert sowie hell und freundlich gestaltet.

Das umfassend angelegte Präzisionsprofil-System des Unternehmens bietet für viele Branchen optimale Konstruktionslösungen – ob Montage- und Förderanlagen, Handhabungs- oder Transporttechnik. Allein seine aktuelle Katalogauswahl überzeugt durch ein vielseitig einsetzbares Sortiment an Montageschienen aus Stahl und Edelstahl sowie darauf abgestimmte Verbindungselemente. Die präzise ausgeführten Montageschienen stehen in zahlreichen Ausführungen zur Verfügung: Ungelocht, gelocht und in vielen verschiedenen Querschnitten. Als Verbindungselemente kommen Hammer- und Hakenkopfschrauben, Aufhänge- und Sonderschrauben sowie auch Gewindeplatten zum Einsatz. Dabei werden die Hammer- und Hakenkopfschrauben galvanisch verzinkt oder feuerverzinkt in Stählen der Festigkeitsklassen 4.6 und 8.8 oder in den Edelstahl-Qualitäten A2 und A4 angeboten. Je nach Anforderung werden auch Sonderwerkstoffe verwendet. Abgerundet wird das Standard-Programm durch eine große Auswahl an Normteilen und Rohrschellen sowie unterschiedliche Konsolen.

Im Service-Center des Unternehmens entstehen in der eigenen Entwicklungsabteilung (3D CAD), im eigenen Musterbau und auf eigenen Fertigungsanlagen Sonderlösungen für Kunden aus verschiedenen Branchen. Sondergewinde werden abgedreht, Montageschienen exakt nach Kundenvorgabe abgelängt, konstruktive Optimierungen an Profilen und Schrauben vorgenommen oder Rohrschellen in Sonderdimensionen hergestellt. Die Spitze des Eisbergs bilden dann komplette Neuentwicklungen wie etwa einbaufertige Gewindeplatten mit Fixierhilfen aus Kunststoff oder geometrisch ausgefallene Verbindungselemente für den Waggonbau.

Zu den Spezialitäten des Zulieferers gehören ultralange Hakenkopfschrauben für die Bahntechnik. Für den Bau von Lokomotiven werden Hakenkopfschrauben in Längen von 600 bis 1200 mm benötigt. Die Gewinde haben Durchmesser von M10 bis M20. Die Gewindelänge betrug bis zu 120 mm. Diese Produkte fertigen die Spezialisten aus Köbbinghausen genau nach Kundenspezifikation in zertifizierter Qualität. Michael Stöcker

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