MIM-Teile

Drei Standbeine

hat das 1913 von Ernst Reiner gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Furtwangen: Stempel, Scanner und Präzisionsteile. Die hochqualitativen Produkte sind Ergebnis jahrzentelanger Erfahrung und eines umfassenden Know Hows im Bereich der Präzisionstechnik.

Kundenspezifische Lösungen bietet das Unternehmen in den Bereichen Zink-Druckguss, Kunststoff-Spritzguss, Feinstanzen und Metal Injection Moulding (MIM) – sowohl auf dem Gebiet des Werkzeugbau als auch der Produktfertigung.

Im Bereich der MIM-Technik hat sich Reiner in den vergangenen Jahren zum Spezialisten entwickelt. Die Abkürzung MIM kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Metallpulver-Spritzgießen“. Dieses Verfahren zeichnet sich insbesondere durch seine Flexibilität bei der Gestaltung komplexer Bauteile-Geometrien aus. MIM kombiniert die Formgebungsfreiheit von Kunststoffspritzguss mit den Eigenschaften von Metallbauteilen. In einem einzigen Arbeitsschritt, dem Füllen der Spritzform, wird dem Bauteil seine endgültige Form gegeben. Gegenüber herkömmlichen mechanischen Bearbeitungsverfahren wie Fräsen, Drehen oder Bohren bedeutet das einen deutlichen Zeitvorteil. Darüber hinaus können Geometrien realisiert werden, deren konventionelle Herstellung unwirtschaftlich wären. Als Ausgangsmaterial dient feines Metallpulver gemischt mit kunststoffhaltigen Binder. Dieses Gemisch wird als Granulat (Feedstock) verarbeitet. Dieses Granulat wird unter hohem Druck auf einer herkömmlichen Spritzgießmaschine in die Spritzform gepresst. Das entstandene Formteil hat bereits jetzt seine endgültige Geometrie – es wird als Grünling bezeichnet.

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Im nächsten Schritt wird das Formteil wieder vom Binder befreit, um ein reines Metallteil, auch Braunteil genant, zu erhalten. Das Bauteil wird im letzen Arbeitsschritt gesintert und liegt danach als massives Metallteil vor. Das MIM-Verfahren gilt inzwischen als recht wirtschaftliche und zuverlässige Produktionsmethode für metallische Bauteile. ms

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