Metallpulverspritzguss

Aus Grünlingen werden Bräunlinge

in der Metal Injection Moulding-Technologie (Metallpulverspritzguss), wie sie Ohnmacht & Baumgärtner aus Ispringen anwendet, um kleine formkomplexe Präzisionsteile problemlos und kostengünstig in Serie zu fertigen. Die eigentliche Formgebung, das Spritzgießen, findet auf konventionellen Spritzgussmaschinen statt, wie sie aus der Kunststoffverarbeitung her bekannt sind. Basis für die so gespritzten Grünlinge ist der Feedstock, ein spritzfähiges Granulat, das aus feinem Metallpulver, thermoplastischen Kunststoffen und Wachsen gemischt wird. In einem zweiten Arbeitsschritt wird den Grünlingen der organische Binder (Kunststoffe, Wachse) wieder entzogen. Zurück bleibt das metallische Bauteil (Bräunling), das in dem Sinterofen bei Temperaturen zwischen 1200 und 1400 Grad Celsius die endgültige Größe und Dichte erreicht. Es werden dabei Dichten von über 96 Prozent erreicht, die dem Bauteil hervorragende mechanische Eigenschaften sowie eine hohe Druck- und Gasdichte verleihen.

Dabei eröffnet der Metallpulverspritzguss den Entwicklern und Konstrukteuren im Bereich der Kleinteile neue Designmöglichkeiten bei einem Höchstmaß an Gestaltungsmöglichkeiten: Hinterschneidungen, Querbohrungen, Sacklöcher und Rillen als auch Gewinde, Oberflächenstrukturen und Beschriftungen werden bereits im Spritzgießwerkzeug verwirklicht. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie liegt auch darin, das man aus ursprünglich mehreren Bauteilen, die aufwändig zusammengefügt und montiert werden müssen, ein einziges Bauteil konstruiert und meist auch einbaufertig fertigen kann. Damit lassen sich die Kosten gegenüber etablierten Fertigungsverfahren wie Zerspanung, Presssintern oder Feinguss deutlich reduzieren. ee

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