Linearachsen

Hohe Lasten und lange Zyklen

unter rauen Umgebungsbedingungen können die betriebliche Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Linearsystemen drastisch verringern. Der Lineartechnik-Hersteller Hepco hat daher eine neue Baureihe an Linearantriebssystemen vom Typ SBD entwickelt, die sich vor allem durch ihre hervorragende Dichtigkeit auszeichnen. Neben der Standardversion gibt es eine Ausführung für den Einsatz in Reinräumen der Luftreinheitsklasse 7 nach EN ISO 14664-1 (entspricht Klasse 10.000 nach US Federal Standard 209 E). Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart hat die Reinraumtauglichkeit dieser Linearantriebsausführung geprüft.

Bei der Baureihe SBD (Sealed Belt driven) handelt es sich um riemengetriebene, hoch belastbare Linearachsen, deren Antriebs- und Führungselemente durch einen rostfreien, ferritischen Metallstreifen vollständig abgedeckt werden. Bei der Reinraumversion ziehen zwei seitlich im Aluminiumprofil verlaufende Magnetstreifen den Metallabdichtstreifen vollständig an und sorgen für eine ausgezeichnete Dichtigkeit gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Zudem verfügen die Achsen über einen Vakuumanschluss, so dass sich ein Unterdruckaufbau realisieren lässt.

Derzeit sind zwei Baugrößen lieferbar. Das Modell SBD20-80 weist ein Aluminiumprofil mit einem Querschnitt von 80 mm x 80 mm auf und verträgt dynamische Kräfte quer zur Längsrichtung von bis zu 21 kN bei einem maximalen Drehmoment von 175 Nm. Die größere Variante SBD30-100 mit ihrem Alu-Profilquerschnitt von 100 x 100 Millimeter lässt sich mit Kräften von maximal 52 kN und Drehmomenten von bis zu 755 Nm belasten. Die Linearachsen sind für hohe Geschwindigkeiten bis maximal 5 m/s ausgelegt. Beide Achsen werden einteilig mit Längen von maximal sechs Metern geliefert.

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Für Präzision sorgt die eingebaute Kugelumlauf-Linearführung, die für eine lange Lebensdauer selbst bei besonders hohen Arbeitszyklen sorgt. Der stahldrahtverstärkte Hochleistungsantriebsriemen lässt sich bei Bedarf mit den beiden Spannschrauben, die außen an dem einen Kopf des Linearantriebs angebracht sind, nachspannen. Servo- und Wechsel- oder Drehstrommotoren mit oder ohne Getriebe lassen sich per Kupplung an der seitlich herausragenden Antriebswelle anflanschen. Auf Wunsch liefert der Hersteller die Antriebe gleich mit.ms

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