Lasersinter-Anlagen, Roboterhände

Eine polymere Alternative

zur Produktion kleiner Serien von Zulieferteilen und Maschinenelementen aus Kunststoff ist das E-Manufacturing auf den Lasersinter-Anlagen von EOS. Die Firma ASS Maschinenbau setzt beispielsweise eine Anlage vom Typ Eosint P 390 zur Produktion von Greifern ein. Das nordrhein-westfälische Unternehmen, eine Tochter der Indus Holding AG, fertigt damit kompakte Roboterhände.

Gleichzeitig integriert es Funktionen in die Greiftechnik und erweitert damit den Anwendungsbereich seiner Produkte. Bereits seit 2007 fertigt das Unternehmen auf diese Weise Komponenten. „Mit Laser-Sintern produzieren wir ultraleichte Greifelemente individuell, schnell und kostengünstig. Die Komponenten ergänzen die Produktpalette unseres Unternehmens für eine Reihe von Anwendungen in der Kunststofffertigung“, so Marc Schwope, Geschäftsführer von ASS Maschinenbau.

Drei Mal pro Woche setzt ein Applikationsmitarbeiter von ASS die EOS-Anlage in Gang. Bis zu 100 verschiedene Komponenten entstehen in einem einzigen Produktionsprozess – für verschiedene Anwendungen. Das können komplett lasergesinterte Roboterhände sein, aber auch Kombinationen mit Aluminium und Stahlwellen. Mit den seit 25 Jahren entwickelten Roboterbaukästen stellen sich Kunden individuelle Greiferlösungen zusammen. In der Vergangenheit wurden die Komponenten der Baukästen durch Drehen oder Fräsen hergestellt. Die Laser-Technologie löst zumindest für einige Bauteile die traditionellen Verfahren ab. Wichtiger Aspekt für ASS ist die Konstruktionsfreiheit, die das Schichtbauverfahren bietet. „Mit der Technik können wir viele Funktionen auf engstem Raum kombinieren, vor allem bei Entnahmesituationen. Beispielsweise sind keine Schläuche innerhalb der Hand mehr nötig. Mit dem Laser-Sintern integrieren wir querschnittsoptimierte Luftführungen oder Vakuumkanäle direkt und sparen so Zeit und Kosten“, sagt Schwope. Dass die Konstruktion optimiert und die geometrischen Freiheitsgrade der Laser-Sinter-Technologie ausgeschöpft werden, dafür sorgt eine spezielle Abteilung mit drei Mitarbeitern. Das Unternehmen fertigt so Roboterhände, die bisher aufgrund der Abmaße der Standardkomponenten oder aufgrund ihrer geometrischen Komplexität nicht realisiert werden konnten. ms

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