Laserbearbeitung

Lasertechnik bearbeitet Kunststoff-Tiefziehteilen

Obwohl es eher unüblich ist, Großauflagen von Kunststoffteilen im Tiefziehverfahren statt im Spritzguss herzustellen, kann es fallweise sehr sinnvoll sein – wenn die richtige Technologie für die wirtschaftliche Weiterverarbeitung zur Verfügung steht. Im neuen Flagschiff von Volvo, dem Geländewagen XC90 kommt ein Fire-Protection-Shield, eine zusätzliche Feuerschutzabdeckung aus Kunststoff für Kraftstofftanks, zum Einsatz. Üblicherweise werden solche Großserienteile in der Spritzgießtechnik oder anderen ,,klassischen" Fertigungsverfahren produziert. Die Rahmenbedingungen und vor allem die komplexe Formgebung der hochpräzisen Kunststoffteile ließen die Fertigung in diesen Verfahren – auch unter Kosten-Gesichtspunkten – nicht zu. Eingesetzt wird die Kunststoff-Tiefziehtechnik mit hochpräziser Laser-Nachbearbeitung.

Damit ist die Nachbearbeitung nicht nur in engsten Toleranzen, sondern auch besonders wirtschaftlich möglich. Bisher fand die Nacharbeit von Kunststoffformteilen auf fünfachsgesteuerte CNC-Bearbeitungszentren statt. Zwar war es auch hier möglich, beste Qualität in der Nachbearbeitung von 1 bis 14 Quadratmetern großen Formteilen zu erzielen – jedoch nur unter einem verhältnismäßig hohen Zeit- und Personalaufwand.

Bearbeitet wird hier mit sechs Achsen und deutlich höherer Geschwindigkeit als bei CNC-Fräsmaschinen. Die spanfreie Produktion und die starke Reduzierung des Lärmpegels sorgen auch für erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen. Vor allem aber der Wegfall von früher notwendigen Entgrat-Arbeiten ist ein interessanter Nebeneffekt auch für die Kunden, denn der eingesparte Arbeitsschritt wirkt sich positiv auf die Preisgestaltung aus.dr

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