Kunststoff-Oberflächentechnik 

Kunststoffe im schicken Kleid

Der Markterfolg von Produkten für die Consumermärkte hängt nicht nur von Funktionalität und Preis ab, sondern ganz maßgeblich vom Design. Um auch ausgefallene Vorstellungen in einem dem Massenmarkt verträglichen Kostenrahmen zu realisieren, sind neue Technologien erforderlich.

So fordert das hochwertige Design des Handytyps M50 die Verknüpfung mehrerer Veredelungstechniken. Für die neueste Produktgenerationen von Siemens Mobiltelefonen wurde vom Zulieferer zunächst – unter Berücksichtigung der Siemens-Designrichtlinien – die Geometrie der Gehäuseschalen entworfen und mit einem Kooperationspartner die Lackierung sicher gestellt. Optimierung der eingesetzten Werkstoffe, Entwurf des Montagekonzepts und termingerechte Serienproduktion inklusive komplettieren die Leistungen.

Die Handy-Oberschalen werden im Zweikomponenten-Verfahren mit einem Etagen-Mehrkomponenten-Werkzeug (,,Würfeltechnologie"). produziert. Je nach Handytyp wird der Dünnwand-Spritzguss mit Hart-Weich-Verbindungen, und/oder ein Mehrfarbenspritzguss eingesetzt. Bei einzelnen Serien bleiben die Gehäuse anschließend ohne weitere Bearbeitung oder werden in Kleinauflagen bedruckt, für andere Modellreihen fordert der Kunde die Oberflächenveredelung durch Lackieren.

Um dabei optimale Ergebnisse zu erzielen, wird ein lackierfähiger Thermoplast eingesetzt, der durch die Verarbeitung unter reinen Umgebungsbedingungen ohne Fett- oder Ölrückstände bleibt. Der Lack gewährleistet hohe Abriebfestigkeit, ermöglicht aber vor allem unterschiedlichste Farbgebungen und Arten der Lackierung – von deckend bis transluzent. Bei letzterer entsteht beispielsweise durch das Durchscheinen des Kunststoffs ein spezieller Schimmereffekt. Dies wird unter anderem dadurch erleichtert, dass der Lack den Kunststoff nicht abdeckt, sondern dessen Struktur und Farbgebung verstärkt.dr

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