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ProduktpiraterieApp checkt Echtheit von Wälzlagern

Fotodokumentation mit der OriginCheck App

Original oder Fälschung? Diese Frage stellt sich mittlerweile auch beim Kauf von Maschinenteilen wie zum Beispiel Wälzlagern. Die OriginCheck App unterstützt den Käufer bei der Echtheitsprüfung vor Ort und vereinfacht bei Verdachtsmomenten die Klärung. 

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Kundenspezifische Maschinenelemente„Hinter den Kulissen“

Maschinenelemente-Anbieter Misumi liegt seit Jahren auf Erfolgskurs. Mit einem Sortiment von rund einer Million Basisprodukten bedient er fast alle Wünsche des Sondermaschinenbaus. Es sieht sich als Partner der Konstrukteure und positioniert sich als Alternative zwischen klassischem Zulieferer und technischem Händler. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker sprach mit Vertriebschef Stefan Pulver über die ehrgeizigen Zukunftspläne des Unternehmens.
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Kundenspezifische Maschinenelemente: „Hinter den Kulissen“

Ein bestens gelaunter Vertriebs- und Marketingleiter empfängt mich im Hause Misumi. Grund zur Freude hat Stefan Pulver allemal: Das Krisenjahr 2009 hat man ohne große Blessuren überstanden; der Umsatz 2010 wird die 22-Millionen-Marke erreichen (2005: 2,0 Mio). Und die Mitarbeiterzahl? Bis Anfang 2005 bestand Misumi Europa aus drei Personen; heute beschäftigt der Europa-Hauptsitz des japanischen Unternehmens über 80 Menschen. Alle Zeichen stehen auf Wachstum. Die Umsatzziele lassen erkennen, dass man sich in Schwalbach (und Tokyo) noch viel zutraut: Bis 2014 soll der Umsatz auf einen zweistelligen Millionenbetrag im „oberen Bereich“ steigen!

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Im Kreise der Konstrukteure von Sondermaschinenbau und Automation hat sich Misumi als Quelle für Teile und Komponenten längst etabliert. Auch die Ingenieure aus Robotik, Stanzwerkzeug- und Spritzgussformenbau nutzen das große Produktspektrum. „Derzeit bedienen wir von Schwalbach aus monatlich knapp 3500 Kunden in Europa und bearbeiten über 7000 Bestellungen“, sagt Stefan Pulver. Herzstück des Portfolios – es besteht aus über einer Million Basisprodukten – sind kundenspezifisch konfigurierte Maschinenelemente.

Würde man anhand des aktuellen Katalogs alle Varianten addieren, die das Unternehmen auf Kundenwunsch realisieren kann, käme man auf ein Vielfaches von einer Million. Aber das bleibt ein theoretisches Rechenspiel. Interessanter ist, dass mein Gegenüber die konfigurierten Komponenten – Profile, Linearschienen, Gasfedern und viele mehr – als „klassische Fertigungsteile“ tituliert. Diese Sichtweise erklärt sich mit der strategischen Positionierung des Unternehmens in einem heterogen Wettbewerbsfeld aus traditionellen Zulieferern mit Fertigung, Normteile-Anbietern und Handelshäusern. Misumi passt in keine Schublade, bietet von allem etwas und platziert sich irgendwo im Dazwischen. Stefan Pulver sieht meinen fragenden Blick: „Aufgrund unserer weit reichenden Möglichkeiten zur Bauteile-Konfiguration und weil wir für die Qualität unserer Produkte gerade stehen, definieren wir uns eher als Zulieferer denn als Händler. Schon gar nicht in einen Topf werfen darf man uns mit Normteile-Lieferanten. Dazu sind unsere Produkte zu individuell.“

Japanisches Unterstatement

Zur Misumi-Philosophie gehört, dass man sich weder als Technologieführer noch als innovativer Vorreiter sieht, sondern als Behind-the-Scene-Player. „Als Partner der Konstrukteure sorgen wir in erster Linie dafür, dass deren Projekte schnell vorankommen. Wir wirken eher hinter den Kulissen“, sagt Pulver. Als erhellend erweist sich hier ein Blick in die jüngste Geschichte des Unternehmens. War es nämlich bis 2005 als reine Handelsfirma tätig, so hat es nach der Fusion mit dem japanischen Komponentenhersteller Suruga Seiki heute die Prozesskette von Herstellung bis Vertrieb in den Händen. Die Misumi Group (Tokyo) ist verantwortlich für alle globalen Aktivitäten in Marketing, Logistik, IT, Produktentwicklung und -herstellung sowie deren Beaufsichtigung. Die unter diesem Dach tätige Misumi Corporation (Stanzwerkzeugbau, Spritzgussformenbau, Montageautomation, Sondermaschinenbau) setzt die Konzepte um. Für die Komponentenherstellung ist Suruga Seiki zuständig.

Nicht zuletzt definiert sich Misumi über seine Logistik.Ein Konstrukteur kann sich „sein“ Teil auf der Website des Unternehmen auswählen, es fertig konfigurieren, das passende CAD-Modell in seine Zeichnung überspielen und die nötige Anzahl bestellen. „Wir sind in der Lage, die komplette Auftragsabwicklung online abzuwickeln“, sagt Vertriebschef Pulver. Die Konstruktionsverantwortung bleibt beim Kunden; Herstellung und Auslieferung des Teils erfolgen durch Misumi, wobei das Unternehmen für die Qualität gerade steht.

Die Umsatzziele 2014 vor Augen, hat sich der Europa-Standort von Misumi viel vorgenommen. Neben der internen Aufgabe der weiteren Prozessoptimierung stehen der Ausbau der Spezialkataloge für Stanzwerkzeug- und Spritzgussformenbau an sowie verstärkte Vertriebsaktivitäten im Bereich der Alu-Profile. „Für zentral erachten wir es, unsere Marktdurchdringung voranzutreiben. Deshalb werden wir unsere Marketingaktivitäten forcieren“, ergänzt Stefan Pulver. Auf meine Frage, ob denn die gesetzten Umsatzziele nicht etwas zu ehrgeizig sind, lächelt er: „Angesichts der Entwicklung der letzten fünf Jahre und den geringen Einbußen aus dem vergangenen Jahr trauen wir uns vielleicht sogar noch etwas mehr zu.“ Michael Stöcker

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