Gehäuselager

Ohne zu verspannen

bieten die neuen Gehäuselager der NU-Reihe einen festen und gleichmäßigen Halt auf der Welle. Denn sie klemmen. Darin unterscheiden sie sich von konventionellen Lagern, die mit zwei Gewindestiften auf der Welle fixiert werden. Mit einem Nachteil: Das Festziehen verformt den Innenring, und die Rundlaufgenauigkeit sinkt, was unter Umständen die Lebensdauer der Lager beeinträchtigt. Eine andere Befestigungsform sind konische Lagereinsätze mit Spannhülse. Jedoch baut die Spannhülse so stark auf, dass bei gleichem Wellendurchmesser ein größeres Gehäuselager verwendet werden muss (Überdimensionierung, höhere Kosten). Alternativ gibt es noch die Befestigung mittels Exzenter, was aber erst recht durch die Unwucht zu Problemen bei hohen Geschwindigkeiten führt.

Die neuen Gehäuselager von Findling schaffen Abhilfe, denn im Gegensatz zu Lagern mit Gewindestiften bleibt die Rundheit erhalten; die Baugröße kann gleich bleiben. Sie haben einen geschlitzten Innenring, über dem ein Klemmring mit einer Zylinder-Kopfschraube montiert ist. Durch das Anziehen der Schraube mit einem Innensechskant wird der Klemmring zusammengedrückt, ebenso (dank der Schlitze) der Lagerinnenring. Das sorgt für gleichmäßigen und festen Halt auf der Welle, analog zu einer Spannhülse. Diese Montageform ist geeignet für Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie Industrieventilatoren oder Zentrifugen, Bürstenlagerungen und Walzen, überzeugt aber auch in anderen Applikationen. ee

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