Feingussgehäuse

Schon bei Adam und Eva

war die Rippe ein Thema und auch heute in der Feingusstechnik stellen Kühlrippen, wie sie bei Feingussgehäusen – beispielsweise für Drehmomentschrauber - benötigt werden, eine besondere gießtechnische Herausforderung dar. Die Kühlung des Motors wird durch eine Vielzahl dünner Kühlrippen erreicht, die bis auf den Griffbereich fast die gesamte äußere Sichtfläche des Gehäuses bedecken. Die Herausforderung des Feingießers dabei ist, dass der Aufbau der Formstoffkeramik in den engen Schlitzen zwischen den Kühlrippen sehr schwierig und eine Speisung nur über die Teilungsfläche der Gehäusehälften möglich ist.

Doch warum überhaupt ein Verfahren wie die Gießtechnik für so eine diffizile Aufgabe einsetzen? Im Dauerbetrieb muss der Motor seine Wärme über das Gehäuse abführen können. Dazu ist eine enge Passung zwischen Gehäuse und Motor erforderlich. Dieser Bereich wäre nur unter hohem Kostenaufwand mechanisch zu bearbeiten. Auch aus diesem Grund ist Feingießen das Verfahren der Wahl, da die nötige Profilform durch Präzisionsrichten im lösungsgeglühten Zustand hergestellt wird. Darüber hinaus hat die Firma Zollern Gießereitechnik als Werkstoff für das Feingussgehäuse Aluminium eingesetzt. Es erfüllt die Forderung nach geringem Gewicht und guter Wärmeleitung. Das Feingießverfahren ermöglicht es, die starke Verrippung der Oberfläche zur Wärmeabführung, den ergonomisch gestalteten Griff und den Einbauraum für Elektronik und Antriebsmotor in einem Gehäuse zu kombinieren.

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Die Drehmomentschrauber sind ausgelegt für den Einhandbetrieb mit mobilen Stromaggregaten, wie es im Baustellenbereich üblich ist. Um die Monteure zu entlasten, sind vor allem das Gewicht und die Dauereinsatzfähigkeit entscheidend. Da die Schrauber in der Mehrzahl der Fälle wetterunabhängig im Freien betrieben werden, müssen sie die Anforderungen der Schutzklasse IP54 erfüllen. ee

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