Elektrolytische Flockulation

Sauberes Abwasser

mit einem Reinheitsgrad, der eine Kreislauf-Führung ebenso erlaubt wie das Einleiten in die Kanalisation, ,,produziert" die elektrolytische Flockulation von MKE Metzger. Bei diesem Verfahren werden keine Flockungschemikalien und nur wenig Neutralisationsmittel eingesetzt. Zudem betont der Entwickler, dass der Stromverbrauch mit 10 Kilowatt-Stunden pro Kubimeter Wasser erheblich geringer ist als bei Wettbewerbs-Anlagen. Auch fallen nur geringe Reststoff-Mengen an. Und so funktioniert`s: Das Abwasser wird vor der eigentlichen Behandlung in einer Neutralisation auf den geeigneten pH-Wert eingestellt. In einer speziellen ,,E-Floc-Zelle" befinden sich die Opfer-Elektroden (Eisen, Alu) und ein Rührwerk sorgt für optimale Strömungsverhältnisse. Anlegen von Gleichstrom setzt die Elektro-Flockulation in Gang: Eisen- oder Aluminium-Ionen werden als Kationen im Abwasser gelöst, und es entstehen unter gleichzeitiger Zersetzung von Wasser mit den frei werdenden Hydroxid-Ionen schwer lösliche Schwermetall-Hydroxidflocken, die mit großen Teilen der ursprünglichen Schmutzfracht beladen sind. Durch parallel stattfindende chemische Prozesse werden im Abwasser enthaltene Schwermetalle ebenfalls mit gefällt und organische Verbindungen reduziert. Danach wird das entstandene Flockulat in einen Vorlagebehälter überführt und die ,,E-Floc-Zelle" mit Filtrat von oben bedüst, um Ablagerungen zu vermeiden.

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Der Vorlagebehälter dient als Puffer für die anschließende Kammerfilterpresse, deren Filterkuchen in Containern gesammelt wird. Das aus der Kammerfilterpresse auslaufende Filtrat gelangt in einen Reinwasser-Sammelbehälter, in dem auch pH-Endkontrolle, Temperatur- und Trübeüberwachung stattfinden. Entsprechen alle Werte den gesetzlichen Bestimmungen, wird das Filtrat in den Kanal geleitet. Alternativ ist es möglich, das Filtrat als Spül- oder Reinigungswasser wieder zu verwenden oder Kühl-Kreisläufen zuzuführen. Durch Nachschalten weiterer Reinigungsstufen lassen sich auch höhere Anforderungen erfüllen.

Einsatzgebiete für das Verfahren sind beispielsweise die Aufbereitung von Spülabwasser in der Galvanik, von Gleitschliff-Abwasser oder Kühl-Schmierstoff-Emulsionen in der Metallbearbeitung. Ebenso eignet es sich zur Behandlung von Lackier-, Färberei-, oder Reinigungsabwasser (Chemie, Kosmetik). Laut Hersteller ist das Verfahren sehr breit einsetzbar, da sich die Anlagen bedarfsgerecht projektieren lassen. Das Leistungsspektrum reicht von Kleinanlagen (bis 200 Liter stündlich) bis zu großen Anlagen (bis 5 Kubikmeter stündlich). Die kleinste Einheit ist eine Haken-Anlage, die nur aufgestellt zu werden braucht und sofort betriebsfertig ist. Auch Sonderlösungen, die ,,größenmäßig nach oben völlig offen sind", realisiert das Unternehmen. Alle Anlagen verfügen über eine SPS, die sich in vorhandene Prozess-Leitsysteme integrieren lässt. Durch Einbau eines Fernwartungs-Modems können alle Abläufe der Anlage auch extern gesteuert werden. Entsprechende Betreibermodelle sind im Angebot.ms

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