IT-Experten

Wissen als Dienstleistung

Egal ob Ingenieurbüros oder Freelancer, sie bieten die gleiche Leistung: Know-how. Im Zuge der digitalen Transformation sowie des Fachkräftemangels steigt die Bedeutung von externen Serviceleistungen; das zeigen Studien und das Angebot von Personaldienstleistern und Unternehmen.

(Bild: © vectorfusionart / Fotolia)

Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Durch Industrie 4.0 kommen zahlreiche neue Regelungen, Gesetze und Anforderungen auf die Firmen zu, die häufig nichts mit ihrer Kernkompetenz zu tun haben. Dies stellt sie vor die Frage, ob sie dieses neu geforderte Know-how, zum Beispiel im Bereich Big Data, Software-Entwicklung, selbst entwickeln, oder ob sie sich das Wissen in Form von Freelancern oder Entwicklungspartnern zukaufen.

Big Data steigert Nachfrage nach IT-Experten

Ein absolutes Trendthema im Zuge von Industrie 4.0 und Industrial IoT ist Big Data. Durch diesen Trend wächst der Bedarf an gut ausgebildeten IT-Fach- kräften kontinuierlich. Das ist das Ergebnis des Etengo-Freelancer-Index, kurz: ETX, einer als Langzeitanalyse angelegten repräsentativen Unternehmensbefragung, die Bitkom Research halbjährlich im Auftrag des Personaldienstleisters Etengo durchführt. Laut dieser Untersuchung rechnen vier von zehn deutschen Großunternehmen (37 Prozent) mit einer stetig wachsenden Nachfage an IT-Freelancern, mehr als die Hälfte (56 Prozent) geht zumindest von einer konstanten Entwicklung aus. Je größer das Unternehmen, desto wichtiger sind auch freiberufliche Big-Data-Experten: Von den Unternehmen mit mindes- tens 2.000 Mitarbeitern erwarten sogar 45 Prozent eine steigende Nachfrage. Branchenübergreifend ist Big Data für die Mehrheit der Unternehmen ein wichtiges Thema. Neun von zehn Unternehmen (87 Prozent) haben bereits mindestens ein Big-Data-Projekt umgesetzt, ein solches bereits geplant oder setzen es momentan um. Die Mehrheit der Unternehmen geht davon aus, dass die ab Mai 2018 geltende, neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) Big-Data-Projekte durch die klaren Regelungen innerhalb der EU erleichtert (57 Prozent) und die Möglichkeiten, die Big Data bietet, nicht einschränkt (62 Prozent).

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Am wichtigsten sind IT-Freiberufler im Industriesektor (75 Prozent), gefolgt von den Branchen Dienstleistungen (72 Prozent) und Handel (66 Prozent). Darüber hinaus zeigt die Studie deutlich, dass IT-Freelancer auch künftig äußerst gefragt sein werden: Mehr als die Hälfte (59 Prozent) geht davon aus, dass deren Bedeutung in den kommenden sechs Monaten weiter zunehmen wird.

Wie wichtig das Know-how der externen Freiberufler ist, zeigen deren im 2. Halbjahr 2017 geleisteten Arbeitsstunden: Demnach bestreiten sie knapp ein Viertel (23 Prozent) der Arbeitsstunden des gesamten IT-Projektvolumens – Tendenz steigend. Nikolaus Reuter, Vorstandsvorsitzender der Etengo (Deutschland) AG, erläutert das Ergebnis: „Im Zeitalter der Digitalisierung ist die deutsche Wirtschaft immer stärker auf sehr spezialisiertes IT-Wissen angewiesen, um das Innovationstempo zu halten. Dieses muss blitzschnell verfügbar sein, um zügig erste Ergebnisse zu erzielen, zum Beispiel im Rahmen von Pilotprojekten. Dieser permanent wachsende, zusätzliche Bedarf ist absehbar nur über flexible Einsatzformen im Zuge der Projektarbeit zu decken.“

Mit freien IT-Experten holen sich Unternehmen flexibel Know-how in ihr Unternehmen. Vor allem bei Big-Data-Projekten sind gut ausgebildete IT-Freelancer gefragt. (Bild: Bitkom)

Durch den steigenden Automatisierungsgrad in der Produktion, die wachsende Vernetzung und die in der Fertigung eingesetzten Produkte und Lösungen wächst auch der Programmieraufwand. Anwender achten daher beim Kauf neuer Produkte immer häufiger auf die damit verbunden Serviceleistungen, zum Beispiel die Integration des neuen Roboters in eine bestehende Anlage.

Robotics-as-a-Service, kurz: RaaS, ist hier ein Schlagwort. Dabei handelt es sich um ein Konzept, welches vor allem von Herstellern angewandt wird, die ihre Roboter weniger verkaufen, sondern vielmehr im Rahmen eines Leasings mit einer bereits implementierten Lösung als Full-Service-Leistung dem Anwender zur Verfügung stellen. Diese Leasingkonzepte erfreuen sich laut dem Marktforschungsinstitut ABI Research einer wachsenden Beliebtheit: Bis 2026 soll die Zahl der RaaS-Einheiten von 4.442 im Jahr 2016 auf 1,3 Millionen Einheiten steigen. Der Vorteil für den Anwender liegt zum einen im steuerlichen Bereich (Investionsausgaben vs. operative Kosten), zum anderen in den Services- und Programmierdienstleistungen. ag

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