Radlager

SKF: Mehr Effizienz auf die Straße

Globalisierung und ein zunehmend härterer internationaler Wettbewerb, rasanter technologischer Fortschritt und immer strengere Abgasnormen: Die Automobilindustrie sieht sich mit einem grundlegenden Wandel konfrontiert. Anstelle von PS, Hubraum und Geschwindigkeit rücken Faktoren wie Energieeffizienz, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen mehr und mehr in den Fokus von Kunden und Herstellern.

Sparsame und ökologisch nachhaltige Lösungen sind in Zeiten von Klimawandel und endlichen fossilen Rohstoffen gefragter denn je. Dies gilt für das Auto als komplettes Endprodukt genau wie für seine Komponenten und Einzelteile. Ein Beispiel dafür: Radlagereinheiten. SKF hat deshalb Radlager speziell für die Automotive-Industrie entwickelt, die aufgrund von verschiedenen Optimierungen besonders niedrige Reibungswerte aufweisen.

Im Vergleich zu „konventionellen“ Lagereinheiten konnten die Spezialisten von SKF den Widerstand nach eigenen Angaben um 20 Prozent und mehr verringern.

Effiziente Kraftübertragung verringert CO2-Ausstoß

Radlager sind Teil des Fahrwerks. Ihre Aufgabe besteht darin, Wellen und Achsen zu führen und abzustützen. Dabei nehmen sie Radial- und Axialkräfte auf. Diese entstehen zum einen durch die Drehbewegung des Rades, zum anderen etwa durch Kurvenfahrten. Entscheidend bei der Übertragung dieser Kräfte ist die Reibung des Lagers: Je geringer diese ist, desto weniger Leistung geht verloren. Das verbessert die Effizienz und Performance des Fahrzeugs und verringert den Kraftstoffverbrauch sowie den CO2-Ausstoß. SKF arbeitet deshalb eng mit namhaften Automobilherstellern zusammen und bietet ein breites Spektrum von Lagereinheiten, die mit besonders niedrigen Reibungswerten die hohen Anforderungen der Branche ideal erfüllen.

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SKF hat Radlager speziell für die Automotive-Industrie entwickelt, die aufgrund von verschiedenen Optimierungen besonders niedrige Reibungswerte aufweisen.

Um die Reibung zwischen Kugelsatz und Laufbahn zu reduzieren, hat SKF deren Geometrie und Positionierung überarbeitet. Mit Erfolg: Im Vergleich zu „konventionellen“ Lagereinheiten konnten die Spezialisten nach eigenen Angaben den Widerstand um 20 Prozent und mehr verringern. Zum Einsatz kommt hier eine eigens entwickelte Kassettendichtung mit integriertem ABS-Impulsring. Sie besitzt ein spezielles Labyrinth-Design, welches das Eindringen von Verschmutzungen in das Lager verhindert. Ein Radialdichtring optimiert das Übermaß und die Verteilung des Anpressdrucks. Mit diesen beiden Maßnahmen konnte SKF die Reibung an den Dichtungen um 22 Prozent reduzieren.

Reibungsarmes Schmierfett

Zudem bietet das Unternehmen für Radlagereinheiten ein  reibungsarmes Schmierfett, das den Widerstand zusätzlich um neun Prozent verringert. Gleichzeitig soll es die Leistungsfähigkeit erhöhen, einen langlebigen und wartungsarmen Betrieb ermöglichen und Riffelbildung verhindern. Auch den Vorspannungsbereich konnten die SKF Ingenieure  reduzieren: Weitere zehn Prozent weniger Reibung sind das Ergebnis. Möglich ist dies durch engere Toleranzgrenzen sowie Anpassungen im Produktionsprozess. Lebensdauer und Performance der Lagereinheiten sollen dadurch nicht beeinträchtigt sein.

Interne Tests bestätigten den Erfolg und den praktischen Nutzen der Verbesserungen: Im „Vehicle Environmental Performance Simulator“ von SKF, der auf dem Neuen Europäischer Fahrzyklus (NEFZ) basiert, zeigte sich laut Unternehmen, dass ein Fahrzeug mit vier reibungsarmen SKF-Radlagereinheiten pro Kilometer rund 0,3 Gramm weniger CO2 ausstößt. Hochgerechnet auf eine jährliche Fahrstrecke von 14.500 Kilometern ergebe sich so eine Einsparung von fast 100 Kilogramm des Treibhausgases. Ausschlaggebend sind der geringere Kraftstoffverbrauch und damit die höhere Effizienz des Fahrzeugs. Laut SKF haben unter anderem BMW, Daimler, Volvo und Geely die reibungsarmen Radlager in ihren Flotten bereits im Einsatz. cs

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