Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Betrieb + Beschaffung> Zulieferer>

Kraftnebenschluss-Dichtungsringe für Windkraftanlagen

StrukturdämpferEffiziente Energieschlucker

Strukturdämpfer

Mit Strukturdämpfern aus Elastomer statt hydraulischer Endlagendämpfer lässt sich bares Geld an der Gesamtkonstruktion sparen, ohne Sicherheitskompromisse einzugehen und kostspielige Reparaturen zu riskieren.

…mehr

KNS-DichtungPuzzeln am Windturm

Klinger richtet den Blick zum Himmel und hat die Entwicklung seiner Kraftnebenschluss-Dichtungsringe für Windkraftanlagen fortgeführt. Ursprünglich als leicht zu montierendes Dichtungselement für große Rohrleitungen gedacht, soll die neue KNS-WK-Serie Flanschblätter der einzelnen Segmente der Stahlrohrtürme vor Korrosion schützen und damit die Lebensdauer der Anlagen erhöhen.

sep
sep
sep
sep
Windkraftanlagen vor Korrosion schützen

Das Hauptaugenmerk bei der Konstruktion von Windkraftanlagen liegt vermeintlich auf der Gondel und dem Rotor. Schließlich liegt hier das Geheimnis der effizienten Stromgewinnung. Dabei trägt der Turm mit 15 bis 25 Prozent der Anlagekosten eine große wirtschaftliche Bedeutung. Um sich der Problematik, für die der Dichtungsexperte Klinger eine Lösung weiß, bewusst zu werden, muss man vom fertigen Windrad zurück in dessen Anfangsstunden blicken.

Dichtringe einknüpfen

Am Anfang liegt die Stahlplatte. Geschnitten, gerollt und in Längsrichtung verschweißt entsteht aus ihr ein Turmsegment, das auf beiden Seiten mit einem Flansch versehen ist und zwischen 15 und 35 Meter in der Länge misst. Während auf die Außen- und Innenseiten der Turmsegmente ein Korrosionsschutz aufgespritzt wird, bleiben die Auflageflächen der Flanschblätter blank: Unter den auftretenden Kräften würde die Schutzschicht in kürzester Zeit brechen.

Anzeige

Zurück auf der Baustelle, wo zwei bis fünf Segmente zu bis zu 120 Meter hohen Türmen verschraubt werden, zeigt sich, dass eine 100%ige Planparallelität, die das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen die planen Flächen verhindern könnte, nicht realisierbar ist.

Klinger hat die Analogie zum Rohrleitungsbau erkannt und seine Kraftnebenschluss(KNS)-Dichtungen für den Einsatz in Windkraftanlagen modifiziert. Die Trägerringe der Dichtung können Kräfte ableiten und sehr hohe Flächenpressungen aufnehmen, während die elastomeren Dichtungsteile Wasser von den sonst ungeschützten Flächen fernhalten. Im Zusammenspiel können so sogar geringe Abweichungen in der Planparallelität ausgeglichen werden.

Serienmäßig werden die Dichtungen KNS WE aus dem Material Klingersil-C-4430 hergestellt. Statische und dynamische Kräfte wie das Gewicht von Gondel und Rotorblättern sowie die Biegemomente durch den Wind werden durch Trägerringe übertragen. Dessen Material kann eine Flächenpressung von bis zu 250 MPa übernehmen, gleichzeitig dichten und die Kräfte begrenzen, die auf die Elastomerprofile wirken.

Um die Montage zu vereinfachen und die Transportkosten zu reduzieren, werden die Trägerringe unterteilt. Über „Knopfloch“- oder „Puzzle“-Verbindungen können die Ringstücke auf der Baustelle schließlich zusammengesetzt werden. Die Dichtfunktion übernehmen im Turmflansch zwei Dichtringe aus Elastomer, die jeweils in einem Stück geliefert werden. Auf Grund ihrer Flexibilität können sie zusammengedreht werden und passen ebenso auf die Transportpalette wie die einzelnen Teile der Trägerringe. Diese Dichtringe sind dicker ausgeführt als der Trägerring und werden während des Verschraubens der Flansche auf die Dicke des Trägerringes verpresst. cs

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Condition-Monitoring-System: Antriebsstränge in WKA überwachen

Condition-Monitoring-SystemAntriebsstränge in WKA überwachen

Vor etwa 10 Jahren hat Brüel & Kjær Vibro als einer der Pioniere in der Überwachung der Antriebsstränge von Windturbinen erstmals ein eigens für WKA ausgelegtes Condition-Monitoring-System entwickelt.

…mehr

Weitere Beiträge in dieser Rubrik

Strukturdämpfer

StrukturdämpferEffiziente Energieschlucker

Mit Strukturdämpfern aus Elastomer statt hydraulischer Endlagendämpfer lässt sich bares Geld an der Gesamtkonstruktion sparen, ohne Sicherheitskompromisse einzugehen und kostspielige Reparaturen zu riskieren.

…mehr
Shinkansen-Züge der Serie N700

Condition Monitoring-SystemNSK macht Hochgeschwindigkeitszüge flott

Schon für die ersten Shinkansen-Züge in Japan lieferte NSK die Radsatzlager und beteiligt sich damit seit gut fünfzig Jahren an der Entwicklung, Hochgeschwindigkeitszüge mit jeder Generation schneller zu machen.

…mehr
Messeimpression der Z 2017

Messedoppel Intec und ZIntec und Z 2019: Aussteller können sich ab sofort anmelden

Vom 5. bis 8. Februar 2019 wird die Leipziger Messe während der kommenden Ausgabe des Messeverbunds Intec und Z erneut zum Zentrum der Fertigungstechnik für die Metallbearbeitung und Treffpunkt der Zulieferbranche. Die Anmeldephase für die Intec und Z 2019 ist jetzt gestartet.

…mehr
Schaeffler eröffnet neues Werk in Svitavy (CZ)

Automobil- und IndustriezuliefererSchaeffler eröffnet neues Werk in Tschechien

Mit Investitionen im Wert von rund 100 Millionen Euro und der Schaffung von 900 neuen Arbeitsplätzen innerhalb der nächsten drei Jahre bekräftigt die Schaeffler Gruppe ihren Wachstumskurs in Osteuropa.

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Direkt zu:


ExtraSCOPE


TrendSCOPE


Robotik in der industriellen Fertigung