Near Field Communication

Andreas Mühlbauer,

NFC-Chip im Steckverbinder

Durch das Einsetzen von NFC-Chips in Steckverbinder lassen sich Daten zum Produkt selbst oder Anwendungs- und Einsatzdaten von den Verbindern per Smartphone ins Netz übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der vorausschauenden Wartung.

Mit NFC-Chips in Steckverbinder lassen sich Daten per Smartphone ins Netz übertragen. © TE Connectivity

Von NFC (Near Field Communication)-Chips in Steckverbindern lassen sich via Smartphone wichtige Informationen abrufen. Die Technologie ist benutzerfreundlich und ermöglicht einen leichten Zugriff, da sie mit der Scantechnik für mehrere Geräte gleichzeitig geeignet ist. Im industriellen Einsatz vor Ort bieten die NFC-Chips den Benutzern die Möglichkeit, Daten über die webbasierte Lösung abzurufen. Das ermöglicht eine vorbeugende Wartung, um das Risiko von Ausfallzeiten in Industrie-4.0-Anwendungen zu minimieren. Denn Komponenten und Anlagen sind auf eine einfach zu realisierende Weise mit dem Internet of Things verbunden.

NFC-Chips in Steckverbindern können zwei Arten von Daten bereitstellen: Typ- und Instanzdaten. Typdaten, die normalerweise auf einer Website zur Verfügung stehen, beziehen sich auf komplette Steckverbinder-Serien. Zu diesen Daten gehören beispielsweise 3D-Modelle, Testberichte und Produktdatenblätter. Instanzdaten gelten jeweils für einen bestimmten Steckverbinder. Sie können beispielsweise Steckzyklen, Temperaturen oder das Alter des Kabels beinhalten.

„Steckverbinder mit NFC-Chips werden Industrieunternehmen helfen, auf zahlreiche neue Herausforderungen zu reagieren, denen sie sich stellen müssen, wenn sie ihre Fabriken wirklich intelligent machen wollen“, sagt Siegfried Funk, Application Manager Motor Connectivity bei TE Connectivity. „Zu diesen Herausforderungen gehört beispielsweise die Notwendigkeit, die Fertigung flexibler zu gestalten und die Produktivität zu erhöhen.“

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Ressourcen effizient einsetzen

Die Erfassung, Konsolidierung, Visualisierung und Auswertung von Daten ermöglicht laut Funk datengesteuerte Entscheidungen in Echtzeit, die dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Denn diese Entscheidungen sorgen für einen effizienteren Einsatz von Energie, Rohstoffen, Menschen und Kapital und verbessern zugleich die Qualität und Flexibilität. „Es beginnt alles mit den Steckverbindern, weil sie zahlreiche Informationen übertragen. Wenn wir diese abrufen, kommunizieren und speichern können, sind wir auf dem Weg zur digitalen Fabrik. Unser Ziel ist es, das Konzept der Smart Factory zu verwirklichen. Eine intelligente Steckverbindertechnologie, die auf einem einfachen NFC-Chip basiert, ist ein erster Schritt auf diesem Weg. Daran arbeiten wir und orientieren uns dabei eng an den Anforderungen und Vorstellungen unserer Kunden“, sagt Funk.

Darüber hinaus können intelligente Steckverbinder-Lösungen die Authentizität von Hardware für ein einfaches Registrierungsmanagement überprüfen und den Zeitaufwand für die Maschinendokumentation und das Ersatzteilmanagement reduzieren.

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