Neue Simmerringe

Neue Ringe

Synthetische Schmierstoffe in Industriegetrieben waren unter bestimmten Betriebsparametern nur bedingt mit bisher verwendeten Werkstoffen für Radialwellendichtungen kompatibel. Simmerringe von Simrit aus einem neuen Universal-FKM-Werkstoff sollen diese Grenze überwinden. Das verschleißfeste Material lässt sich auch in Großserienverfahren verarbeiten.

Um die Vorteile von Hochleistungsschmierstoffen auf Polyglykolbasis voll umfänglich in Industriegetrieben nutzen zu können, wurden bisher vielfach Radialwellendichtringe aus thermisch und chemisch sehr beständigen Fluor-Elastomermischungen (FKM) verwendet. Diese bisher eingesetzten Mischungen zeigten jedoch bei relativ niedrigen Ölsumpftemperaturen von ca. 40 °C im Kontakt mit synthetischen Ölen einen erhöhten Verschleiß und liefen auf der Welle ein. Grund war eine viskositätsbedingte Mangelschmierung bei bestimmten Betriebsbedingungen, die direkte Auswirkungen auf die Standzeit der Dichtungen hatte.

Um für das ehemalige Verschleißteil Radialwellendichtring auch unter diesen ganz spezifischen Betriebsbedingungen eine Standzeit zu erreichen, mit dem Ziel, dass ein Austausch während der Produktlebensdauer der Getriebe nicht mehr erforderlich ist, wurde ein neuer FKM-Dichtungswerkstoff entwickelt, der erstmals auf der Hannover Messe unter dem Namen Wear-Resistant FKM gezeigte wurde. Der Werkstoff ist für den Kontakt mit vielen verschiedenen Schmierstoffen einsetzbar. Zudem konnte in Dauertests in realen Getrieben nachgewiesen werden, dass er vor allem bei niederen und damit kritischen Ölsumpftemperaturen sehr geringe Verschleißwerte aufzeigt.
Vorteilhaft gegenüber teuren Sonderwerkstoffen ist auch, dass der neue Simmerring-Werkstoff laut Hersteller „in Standardverfahren kostengünstig verarbeitet werden kann“. Er ist damit eine wirtschaftliche Alternative für die Lebensdauer-Abdichtung vieler Industriegetriebe. ms

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