Flanschlager

Für den Dauereinsatz konzipiert

Staub, Schlamm und Stöße sind die Herausforderungen, vor denen Baumaschinen wie die Gölz-Blocksteinsägen täglich stehen. Entsprechend robust muss die Lagertechnik ausgeführt sein. Eine zuverlässige Lösung bietet Findling Wälzlager mit seinen Flanschlagern, die in den Blocksteinsägen von Gölz zum Einsatz kommen.

Das Schneiden von Ziegeln erfordert neben lasergeschweißten Diamant-Trennscheiben eine robuste Lagertechnik.

Bereits im Jahr 1946 gründete Siegfried Gölz sein Unternehmen. Damals befassten er und seine Mitarbeiter sich vornehmlich mit Holzeinschlag und Holzhandel. Im Jahr 1968 brachte Gölz das erste Kanalkernbohrgerät für Hausanschlüsse auf den Markt – und die Entwicklung zum Hersteller von Baugeräten nahm seinen Lauf. „Mit dem Kanalkernbohrgerät KB300 ist Gölz bis heute Marktführer“, erläutert Herbert Schulte, Leiter Entwicklung und Konstruktion bei Gölz. „Allerdings verfügen wir inzwischen über ein breit aufgestelltes Produktportfolio, das auch viele andere Anwendungen abdeckt.“ Gölz produziert heute Maschinen für das Kernbohren, Tischsägen und Fugenschneiden, das Wand- und Seilsägen sowie das Schlamm-Recycling. Seit den 80er Jahren werden zudem Diamantwerkzeuge entwickelt und hergestellt.

Zum Sortiment von Gölz zählt auch die Blocksteinsäge BS650. Dabei handelt es sich um eine 5,5 kW starke Maschine zum Trennen von Großblocksteinen wie porosierte Mauerziegel, Bims, Kalksandstein, Gasbeton und Beton. Sie verfügt über einen verwindungssteifen Rohrrahmen mit Kranösen und einen gefederten Schneidkopf; über eine Handhebelvorrichtung ist die Maschine höhenverstellbar. Die 230 Kilogramm schwere BS650 ist für den Dauereinsatz auf der Baustelle konzipiert und dementsprechend robust ausgeführt – das gilt auch für Komponenten wie den verbauten Flanschlagern, die Findling Wälzlager zuliefert.

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„Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit Findling zusammen“, betont Schulte. Gölz schätze die kostengünstigen und zugleich qualitativ hochwertigen Lager des Karlsruher Wälzlager-Experten und verbaut sie außer in der Blocksteinsäge noch in weiteren Produkten. „Wir beziehen bei Findling Rillenkugellager und Flanschlager, die unter anderem in unseren Fugenschneidern zum Einsatz kommen.“

Das Zweiloch-Flanschlager UCFL-206 wird mit zwei Madenschrauben auf der Welle befestigt, somit ist ein unkomplizierter Austausch der Lager möglich.

In der Blocksteinsäge werden Flanschlager des Typs UCFL-206 verwendet, die die Motorwippe und die Schneidwelle lagern. Die Anforderungen dabei sind hoch: Die Schneidwelle wird mit einem Riementrieb vom 400-Volt-Drehstrommotor angetrieben. Die Drehzahl beträgt hier 1.020 min-1. Auf der Schneidwelle befindet sich ein Flansch zur Aufnahme der Diamant-Trennscheibe mit einem Durchmesser von 650 Millimetern. Diese schneidet im Betrieb den Stein und wird dabei mit Wasser gekühlt. Dabei entstehen Temperaturschwankungen, Staub, Schlamm, Vibrationen und Stöße.

Das Flanschlager des Typs UCFL-206 erfüllt die besonderen Herausforderungen auf ganzer Linie. Die Lagereinheit besteht aus einem Zweilochflanschlagergehäuse des Typs FL-206 und einem passenden Lagereinsatz UC-206, den Gölz in einer D1-Ausführung bezieht. Es handelt sich dabei um ein Flanschlager mit einer zylindrischen Bohrung, das mit zwei Madenschrauben an der Welle befestigt wird. Die D1-Ausführung bedeutet, dass der Anwender das Lager in regelmäßigen Zeitabständen von außen nachschmieren kann.

Diese Lösung ist gerade für Sägemaschinen sehr gut geeignet. Beim Sägevorgang entsteht sehr viel Staub, der in das Innere der Lager eindringen und somit die Lebensdauer drastisch reduzieren kann. Dagegen hilft regelmäßiges Nachschmieren: „Bei diesem Vorgang werden Fremdpartikel ausgestoßen und die Lebensdauer durch einen neuen Schmierinhalt deutlich verlängert“, erklärt Volkan Yilmaz, Anwendungstechniker bei Findling Wälzlager.

Generell sind Gehäuselager nicht nur besonders robust, sondern auch eine wirtschaftliche Wahl. „Bei Gehäuselagern werden keine Passungen auf den Lagersitzen benötigt“, weiß Yilmaz. „Die Welle kann also aus Blankmaterial bestehen, sodass keine speziellen Nachbearbeitungsprozesse notwendig sind, um die Fertigungstoleranzen für die Welle einzuhalten.“ Eine einfache Montage und Demontage ermöglicht kurze Wartungs- und Instandhaltungszeiten. Bei den Gehäuselagern der UC-Serie werden die Wellen mit zwei Madenschrauben an den Lagereinsätzen befestigt, sodass bei Bedarf das Lager einfach ausgetauscht werden kann. cs

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