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Condition Monitoring-SystemNSK macht Hochgeschwindigkeitszüge flott

Shinkansen-Züge der Serie N700

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Kunststoff-Profile, Produktentwicklung„Denken im Profil“

Wenn es um Profilsysteme aus technischen Kunststoffen geht, zählt SLS mittlerweile zu den ersten Adressen in Europa. Basierend auf seinem Knowhow auf dem Gebiet der Extrusions- technik fertigt das Familienunternehmen inzwischen auch zahl- reiche Zuliefererteile für Anwendungen in Maschinenbau und Elektrotechnik. Für viele Kunden ist es dabei ein Partner von der Konstruktion bis zur Serienproduktion.

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Produktentwicklung: „Denken im Profil“

Das Dahner Unternehmen SLS hat seine technologischen Wurzeln in der Extrusion von komplexen Profilen für den Fensterbau. Hier hat es seit den 1990ern einen festen Platz unter den führenden Systemzulieferern Europas. Allerdings hat SLS es in den letzten Jahren verstanden, das in diesem Bereich gesammelte werkstoff- und verfahrenstechnische Knowhow auch anderweitig zu nutzen. So kommt es, dass der Kunststoff-Verarbeiter heute für Kunden in Maschinenbau und Elektrotechnik als Zulieferer auftritt. Keineswegs beglückt es diese Abnehmer nur mit Profilsystemen, sondern zunehmend auch mit Bauteilen und Baugruppen. Konstruktiver Ursprung ist dabei in vielen Fällen ein „Denken im Profil“, woraus aber oft höchst innovative, funktionelle Produkte entstehen, denen man ihre „profilierte Herkunft“ auf den ersten Blick nicht mehr ansieht. Für diesen Prozess gibt es viele interessante Beispiele: Gestellprofile für Leichtbaugehäuse, Montageleisten mit Bohrungen für den Anlagenbau, geometrisch kniffelige Befestigungen für Kühlkörper, Ionisationsstäbe für die Neutralisierung statischer Aufladungen im ESD-Bereich, funktionelle Kabelkanäle für die Installationstechnik und, und, und.

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Solche und andere Bauteile und Systemkomponenten liefert SLS einsatzfertig an Kunden in Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie auch in den Fahrzeugbau. In der Rolle des Zulieferers nutzt das Unternehmen eine breite Palette moderner Kunststoffe. Je nach Fall kommen PVC, PP, PS oder PE sowie SB, ASA und ABS zum Einsatz. Zu den besonderen Stärken von SLS gehört darüber hinaus die Herstellung nahtloser Hartweich-Material-Kombinationen mittels Co-Extrusion. Auf diese Weise realisiert der Extrudierer beispielsweise dünne Schutzleisten mit integrierten Abstreifern oder Behälterdeckel mit Dichtlippen. Auch hier ist die Basis ein Profil, das allerdings über die Co-Extrusion weitere nützliche Funktionen erhält, die über das eigentliche „Wesen“ eines Profils hinausgehen.

Schlüsselfaktor Werkzeugbau

Verantwortlich dafür, dass es nicht allein beim „Denken im Profil“ bleibt, sondern daraus auch Erfolg versprechende Produkte entstehen, sind bei SLS vor allem zwei Faktoren: Die eigene moderne CAD-Konstruktion und der eigene Werkzeugbau. Diese Unternehmensbereiche können viele Register ziehen, um außergewöhnlich komplexe Geometrien oder Werkstoff-Kombinationen zu realisieren. Geringe Wandstärken sind kein Problem, die Farbauswahl ist groß. Für Produkte und Teile, denen in der Anwendung hohe statische Festigkeit abverlangt wird, verwendet das Unternehmen Verbundlösungen mit Glasfaser-, Aluminium- oder auch Stahlinlays. Realisierte Beispiele dafür sind Werkstattleitern in Leichtbauweise und Gestellsysteme für ESD-Arbeitsplätze. Es sind mittlerweile über 25 Jahre Extrusionstechnik-Erfahrung, die SLS für die Entwicklung und Fertigung von Zulieferteilen aus technischen Kunststoffen in die Waagschale werfen kann.

Dynamik und Innovationskraft gehören zur Firmengeschichte. Schon 2009 wollte das Unternehmen seine Produktion in Dahn mit einem Neubau erweitern, wurde aber durch die Konjunktur ausgebremst. Anderthalb Jahre später war es aber soweit: 2011 wurde eine neue Fertigungshalle für bis zu 10 neue Extrusionslinien mit integrierten Kalibrier-, Kühl- und Ablängsystemen in Betrieb genommen. Das entsprach einer Kapazitätserweiterung von fast 30 Prozent, während die Produktionsfläche auf 3100 m2 wuchs. Das Firmengelände erstreckt sich heute auf über 20.000 m2.

SLS hat aber nicht nur die Produktionskapazitäten erweitert – derzeit laufen 27 Extrusionslinien – sondern zielt auch auf eine verbesserte Kundenorientierung. Zum einen besteht nun mehr Raum für die Neukunden-Gewinnung, zum anderen kann man jetzt flexibler auf das wechselhafte Abnahmeverhalten der Kundschaft reagieren. Zudem möchte man weiter in neue Marktsegmente expandieren, in denen die Kunden konfektionierte Profillösungen und komplette Baugruppen benötigen, und das Portfolio der Bauprofile erweitern. Nicht zuletzt können seit dem Bestehen der neuen Halle auch Kunststoffprofile mit sehr großen Dimensionen realisiert werden.
Im Zuge der Inbetriebnahme von Neubau und Extrusionslinien erfolgten auch eine Neustrukturierung der Produktionsbereiche und ein personeller Ausbau. Derzeit macht SLS noch etwa 85 Prozent seines Auftragsvolumens mit der europäischen Fenster- und Fassadenbau-Industrie. Mit Blick auf Neubau und neue Möglichkeiten der Produktion aber bewertet die Firmenleitung die Aktivitäten im Bereich spezieller Kundenlösungen für andere Branchen als „erfreulich dynamisch“. Michael Stöcker

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