Interview mit Christian Enßle

"Der Gedanke liegt nahe, die FMB im Süden zu spiegeln"

Am 15. und 16. Februar 2017 feiert die FMB Süd in Augsburg Premiere. Christian Enßle, Portfolio Manager der Clarion Events Deutschland GmbH, erklärt im Interview mit SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz, warum die Messe künftig auch in Süddeutschland stattfindet und was die Besucher und Aussteller erwartet.

Christian Enßle, Portfolio Manager der Clarion Events Deutschland GmbH.

SCOPE: Herr Enßle, die Zuliefermesse FMB hat sich am Standort Bad Salzuflen seit dem Start 2005 sehr gut entwickelt. Woher kam die Idee, das Konzept in den an Messewettbewerb nicht gerade armen Süden zu übertragen?

Christian Enßle: Die Idee entstand aus einem Gespräch mit einigen Ausstellern der FMB. Diese Messe spricht ja die Besucher aus der gesamten Nordhälfte Deutschlands an, und die Aussteller fragten sich und uns, warum es eine solche Messe nicht auch für die Südhälfte gibt. Daraufhin haben wir unsere Besucher- und Ausstellerbefragung erweitert und festgestellt, dass 58% der befragten Aussteller eine ähnliche Messe im Süden Deutschlands begrüßen. Das haben wir als klaren Auftrag aufgefasst – und der Gedanke, die Messe quasi zu spiegeln, liegt ja auch nahe.

SCOPE: Sind die Themenschwerpunkte der FMB Süd dieselben wie in Salzuflen?

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Christian Enßle: Im Wesentlichen ja – mit dem Unterschied, dass wir nicht nur den Maschinenbau, sondern verstärkt auch die Anwender der Maschinen, d.h. die gesamte produzierende Industrie, ansprechen. Der Maschinenbau steht also nicht allein im Fokus. Grund dafür ist die sehr starke Präsenz von Produktionsunternehmen im Süden Deutschlands. Allein in der Region Augsburg erwirtschaften mehr als 650 Industrieunternehmen mit über 130.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 28 Mrd. Euro. Diese Unternehmen adressieren wir mit unserer Besucherwerbung.

Darüber hinaus erwarten wir, dass regionale Schwerpunkte der Produktion stärker vertreten sein werden – zum Beispiel die Robotik, der Leichtbau und die Composite-Technik.

SCOPE: Durch die Kooperation mit dem Cluster „Mechatronik und Automation“ ist die FMB Süd ja auch stärker in Richtung Automatisierung ausgerichtet – welche Automatisierungsfelder stehen hier besonders im Fokus?

Christian Enßle: Wir fokussieren hier nicht auf einzelne Bereiche, sondern möchten die Automatisierungstechnik in ihrer ganzen Vielfalt abbilden. Das Spektrum wird deshalb von der automatisierten Montage- und Handhabungstechnik über die Antriebstechnik bis zur Steuerungstechnik reichen und auch die Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie die Maschinensicherheit einbeziehen. Die Partnerschaft mit dem sehr aktiven Cluster führt dazu, dass sich viele namhafte Aussteller in diesem Bereich für eine Teilnahme an der FMB-Süd entschieden haben.

SCOPE: Welche Besucherzielgruppen spricht die FMB Süd an?

Christian Enßle: Geographisch gesehen: die Südhälfte Deutschlands. Von den Branchen her betrachtet: den Maschinenbau und die produzierende Industrie. Was die Position der Besucher im Unternehmen betrifft: Konstrukteure, Einkäufer, Betriebsleiter und Geschäftsführung. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem besonderen Konzept eine gute Ergänzung zu den zahlreichen Branchenmessen im Süden bieten können – und dass sich ein Besuch lohnt.

SCOPE: Wie viele Aussteller konnten Sie bisher für die FMB-Süd gewinnen?

Christian Enßle: Aktuell haben wir mehr als hundert feste Buchungen in einem guten „Mix“ aus altbekannten FMB-Ausstellern und neuen Unternehmen, die meist aus der Region kommen. Wir rechnen mit rund 125 Ausstellern auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 4.500 m2.

SCOPE: In Bad Salzuflen sind Eintritt und Parken für die Besucher frei - ist das in Augsburg auch so besucherfreundlich gelöst?

Christian Enßle: Ja. Das ist Teil unseres Konzeptes, das sich im Messemotto „Konstruktiv. Persönlich. Kompakt.“ widerspiegelt. Wir wollen eine angenehme, persönliche Atmosphäre für konstruktive Gespräche zwischen Besuchern und Ausstellern schaffen. Deshalb machen wir den Ausstellern die Messebeteiligung so einfach wie möglich und schaffen aus Besuchersicht beste Voraussetzungen für einen informativen, konzentrierten Messetag. Dazu gehören für uns auch freier Eintritt, kurze Wege und kostenloses Parken.

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