Tox Pressotechnik

Blech-Rund-Punktverfahren zum Clinchen

Selbst größte Wäscheberge finden Platz in den großvolumigen Trommeln der Waschmaschinen von Miele. Zur Herstellung der Trommeln wurde ein Maschinenbauer beauftragt, der ein Subsystem von Tox Pressotechnik in seiner Rundtaktanlage integrierte. Mit Hilfe des Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahrens werden nun die Edelstahlkomponenten verbunden – sicherer Halt für schmutzige Wäsche.

Die Trommeln von Miele-Waschmaschinen mit einem Fassungsvolumen von 110 Liter werden mit Hilfe des Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahrens von Tox Pressotechnik hergestellt. (Bild: Miele)

Ob es sich um analyserein aufbereitete Labor-güter handelt, täglich frisch gewaschene Handtücher und Bettwäsche oder um glänzendes Geschirr handelt: Das Unternehmen Miele bietet mit seiner Professional-Serie für Industriekunden eine hohe Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit in seinen Maschinenkonstruktionen. Das Besondere an der Professional-Serie ist, dass der Service des Unternehmens bereits beginnt, bevor das Gerät beim Kunden steht. Dank einer sorgfältigen Bedarfsanalyse und fundierten Kapazitätsermittlungen – verknüpft mit individuellen 2-D- und 3-D-Raum- und Prozess- planungen sowie detaillierten Wirtschaftlichkeitsberechnungen erarbeitet der Spezialist im Dialog mit dem Kunden spezifische Problemlösungen. So entsteht eine bedarfsgerechte Systemlösung, die sichere, reibungslose Abläufe garantiert.

Selbst größte Wäscheberge finden daher Platz in den großvolumigen Trommeln der Waschmaschinen von Miele Professional. 110 Liter Fassungsvermögen bedürfen einer sicheren Konstruktion der Wäschetrommel. Um die beiden Komponenten Trommelboden und -mantel aus Edelstahlblechen zuverlässig und prozesssicher zu verbinden, orderte Miele bei einem Hersteller von Sondermaschinen und Produktionseinrichtungen eine Rundtaktanlage. Für die Aufgabe, die Edelstahlbleche zu verbinden, wurden die Blechbearbeitungs- und Blechverbindungstechnik-Spezialisten von Tox Pressotechnik ins Boot geholt. Diese schlugen nach Analyse des Bedarfs und der Rahmenbedingungen die Anwendung des vom Unternehmen patentierten Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahrens vor und konzipierten eine Komplettlösung, die als anschlussfertiges Subsystem vom Sondermaschinenbauer in die Rundtaktanlage integriert werden konnte.

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Das Subsystem von Tox Pressotechnik ist als Prozessstation in die Rundtaktanlage integriert. (Bild: Tox)

Mit 97 Rund-Punkten verbunden

Das Subsystem kommt in Gestalt einer betriebsbereiten Clinch-Einrichtung daher und basiert auf dem modularen Tox-Baukasten. Der Baukasten besteht aus zwei Maschinenzangen vom Typ CRH mit hydraulischem Antriebs- zylinder HZO, dem Rund-Punkt-Werkzeugset (Stempel und Matrize) zum Clinchen, einer Sprüheinrichtung vom Typ SP zum Beölen des Clinch-Werkzeugs sowie der Prozessüberwachung CEP zur Qualitätssicherung. Alle Komponenten stammen aus dem Hause Tox Pressotechnik. Die Maschinenzangen weisen eine Rachentiefe von 35 Millimetern sowie eine Öffnung von 49 Millimetern auf und sind für Presskräfte bis 100 Kilonewton ausgelegt. Das Verbinden der beiden Bauteile Trommelboden und Trommelmantel geschieht durch getaktetes Setzen von 97 Tox-Rund-Punkten mit Durchmesser von 8 Millimetern. Geclincht wird mit einer Presskraft (inklusive Niederhaltekraft) von 75 Kilonewton. Die Matrizentiefe ist 1,2 Millimeter und das Kontrollmaß X, die Restbodenstärke im Clinch-Punkt nach dem Verbinden ist 0,85 Millimeter. Pro Clinch-Punkt ergeben sich enorme Kopfzug-/Scherzug-Festigkeiten von 2.300 Newton beziehungsweise 2.700 Newton, wobei die Prozessüberwachung für eine absolut reproduzierbare sowie dokumentierte Verbindungs-Qualität sorgt.

Die Maschinenzangen vom Typ CRH verfügen über einen hydraulischen Antriebszylinder und sind für Presskräfte bis zu 100 Kilonewton ausgelegt. (Bild: Tox)

Mit der Tox-Clinch-Einrichtung als anschluss- und betriebsbereites Subsystem ergaben sich sowohl für das Unternehmen Miele als auch für den Sondermaschinenbauer wirtschaftliche und zeitliche Vorteile. Der Endkunde profitierte vom Verfahrens-Know-how für Blechverbindungen und erhielt eine bedarfsgerechte sowie prozesssicher arbeitende Komplettlösung. Und der Sondermaschinenbauer konnte sich auf die Konstruktion und den Bau der Rundtaktanlage konzentrieren und musste lediglich das Subsystem integrieren. Mit der durchgängigen Verwendung standardisierter Maschinenbau-, Antriebs-, Peripherie-, Steuerungs- und Prozessüberwachungs-Komponenten aus dem Tox-Bau- kasten ließ sich somit auch der Sondermaschinenbau kostengünstig bewerkstelligen. ee

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