Automobilzulieferer

Thyssenkrupp baut zweites Produktionswerk in Ungarn

Thyssenkrupp beginnt im Frühjahr 2017 mit dem Bau eines weiteren automobilen Zulieferwerks im ungarischen Debrecen. Ab 2018 sollen in dem 20.000 qm großen Werk jährlich insgesamt über sechs Millionen Schraubenfedern und Stabilisatoren hergestellt werden.

Federn und Stabilsatoren für PKW.

Zu den Kunden zählen nach eigenen Angaben namhafte europäische Automobilhersteller. Die Investitionssumme liegt bei rund 35 Millionen Euro. Mit dieser Investition schafft Thyssenkrupp bis zum Jahr 2020 am Standort rund 250 neue Arbeitsplätze.

Karsten Kroos, CEO der Komponentensparte von Thyssenkrupp: „Ungarn hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standort für die internationale Autoindustrie in Europa entwickelt. In den letzten vier Jahren hat sich die Autoproduktion in Ungarn mehr als verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden dort über 500.000 Pkw hergestellt. Mit dem Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Ungarn setzen wir die profitable Wachstumsstrategie unseres Komponentengeschäfts gemeinsam mit unseren Kunden weiter fort. “

Bereits im vergangenen Frühjahr hat Thyssenkrupp in der Nähe von Budapest mit dem Bau eines neuen Produktionsstandortes für Motor- und Fahrwerkskomponenten begonnen. Ab 2018 ist dort die Serienproduktion von elektrisch unterstützten Lenksystemen und Zylinderkopfhauben mit integrierten Nockenwellen geplant. Rund 100 Millionen Euro investiert das Unternehmen in diesen neuen Fertigungsstandort. Darüber hinaus betreibt Thyssenkrupp seit 2013 ein Montagewerk für Vorder- und Hinterachsen für den Kunden Audi in Győr.

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Stabilisator Thyssenkrupp

Aber nicht nur als Produktionsstandort gewinnt Ungarn für Thyssenkrupp zunehmend an Bedeutung. Bereits heute betreibt das Unternehmen in Budapest ein Software- Entwicklungszentrum für Lenkungstechnologie. Mehr als 500 Softwareingenieure entwickeln dort für die internationale Automobilindustrie Softwarelösungen für elektromechanische Lenksysteme. Auf Basis dieser Lenkungstechnologie werden dort auch aktuelle Entwicklungsprojekte wie „Steer-by-Wire“ sowie die Weiterentwicklung von Assistenzsystemen als Vorstufe des autonomen Fahrens weiter vorangetrieben. kf

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