Segmentförderer

Andreas Mühlbauer,

Automatisch ausrichten und vereinzeln

Wenn Schrauben einer Produktionsanlage zugeführt werden sollen, müssen sie zuerst vereinzelt werden. Dies ist häufig mit Lärm und Verschmutzung verbunden. Abhilfe können hier Segmentförderer schaffen.
Segmentförderer als Alternative zu Geräten mit Vibrationsantrieb. © Arnold Umformtechnik

Schrauben in die richtige Position zu bringen und zu vereinzeln ist eine Herausforderung, vor der viele teil- und vollautomatisierte Produktionen stehen. Vibrationsförderer sind hier eine weit verbreitete Lösung. Deren Betrieb geht aber häufig mit hoher Geräuschbelastung einher und verursacht zudem durch die Vibrationen Abrieb an den geförderten Schrauben. Arnold Umformtechnik bietet mit seinen Segmentförderern eine Alternative zur dieser Technik. Hier werden Schrauben nicht mit Vibration, sondern durch die Auf- und Abwärtsbewegung eines Segmentschwerts vereinzelt und ausgerichtet.

Ein Segmentförderer versorgt bis zu zwei Einpressköpfe gleichzeitig. Diese können sich sowohl im Presswerkzeug als auch im C-Bügel beziehungsweise einer automatischen C-Bügelanlage befinden. Werden mehrere Einpressköpfe benötigt, lassen sich weitere Segmentförderer in die Anlage integrieren.

Schraubenschonende Segmentförderer finden ihre Anwendungsgebiete überall da, wo Schrauben automatisch in die richtige Lage gebracht und vereinzelt einem Fügevorgang zugeführt werden sollen. Hohe Sauberkeitsanforderungen sind ein weiteres Argument für ihren Einsatz, denn weniger Abrieb bedeutet zugleich auch weniger Verschmutzung, was für sensible Produktionsbereiche ein gewichtiges Argument sein kann. Unter anderem die Automobilfertigung ist daher ein typischer Einsatzbereich.

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Die richtige Position gewinnt

Die Schrauben werden über das Segment des Segmentförderers mittels Auf- und Abbewegungen in der Segmentwanne in die richtige Lage sortiert und zur Stauschiene befördert. Zum Positionieren der Schrauben rutschen diese am tiefsten Punkt des Segmentschwerts mit ihrem zylindrischen Ende in eine Führungsrille und bleiben an ihrem Kopf hängen. Elemente, die nicht in der richtigen Position sind, entfernt ein Abstreifer während der Aufwärtsbewegung vom Segmentschwert. Lagerichtige Schrauben rutschen in die Staustrecke der Transporteinheit, werden vereinzelt und per Druckluft der Verarbeitungseinheit zugeführt.

Ein Sensor überwacht permanent den Füllstand der Staustrecke. Ist diese leer, wird das Segmentschwert so lange auf und ab bewegt, bis die Strecke wieder befüllt ist. Da Segmentförderer funktionsbedingt immer nur eine bestimmte Anzahl an Schrauben bevorraten können, ist regelmäßiges Nachfüllen notwendig. Das wiederum übernimmt ein spezieller Bandförderer, in dessen Vorratsbunker sich eine größere Anzahl Schrauben vorhalten lässt.

Automatisches Nachfüllen der Schrauben

Ein Laserlichttaster erfasst den Schraubenfüllstand im Segmentförderer und meldet Bedarf an den Bandbunker, der dann neue Schrauben automatisch nachfüllt. Über den Vorratsbunker wird der Segmentförderer dann mit Schrauben oder anderen Elementen nachgefüllt.

Wird der Sensorfüllstand frei, beginnt der Bandbunker, Elemente in den Segmentförderer nachzufüllen, sobald sich das Segmentschwert in der unteren Endlage befindet. Das Segmentschwert verharrt in der unteren Endlage, bis der Bandbunker das Nachfüllen beendet. Die Lichtschranke des Bandförderers meldet, wenn dieser leer ist. Dem Bediener wird dann über eine Meldeleuchte signalisiert, dass neue Schrauben eingefüllt werden müssen.

Nach Unterlagen von Arnold Umformtechnik

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