Tool Lifecycle Management

Werkzeuge richtig managen

Tool Data Management ist das verbindende Element zwischen der virtuellen Welt der Planung und der realen Fertigungswelt – und ist damit auf Fertigungsebene Dreh- und Angelpunkt bei Industrie 4.0. TDM Systems, Mittelständler und Spezialist für die zentrale Verwaltung von Werkzeugdaten, hilft kleineren Fertigungsunternehmen, die Vorteile von Digitalisierung und Vernetzung, den wichtigsten Bausteinen der sogenannten vierten industriellen Revolution, zu nutzen.

Die Einbindung von TDM in die planenden und fertigenden Prozesse ist ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0. Die Ablaufgrafik zeigt das Einplanen von Fertigungsaufträgen unter Berücksichtigung des gesamten Kundenauftrages.

Das Wissen über Werkzeug- und Maschinenspezifikationen existiert oft nur in einzelnen Köpfen. Pflegen aber alle Mitarbeiter ihre Erfahrungswerte und die Ergebnisse der Maschinen in das System ein, profitiert das gesamte Unternehmen davon. Die Tatsache, dass für den Unternehmenserfolg alle Mitarbeiter in die Digitalisierung und damit in den Wandel investieren müssen, macht Tool Lifecycle Management zu einer strategischen Unternehmensaufgabe. Auch hier ist wie so oft Industrie 4.0 das Schlagwort.

Der virtuelle Kreislauf des Tool Lifecycle Management.

Industrie 4.0 ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung in der Systemlandschaft, mit dem Ziel, aus einer Werkzeugmaschine mit ihren Werkzeugen und Vorrichtungen Informationen zu ziehen, diese über das „Internet der Dinge“ weiterzuleiten, auszuwerten und den weiteren Einsatz damit zu verbessern. Egal, wie eine Information genutzt wird, um Prozesse zu optimieren, es fallen in jedem Fall viele Daten an. Die Herausforderung besteht darin, diese Fülle an Informationen, auch Big Data genannt, so aufzubereiten, dass der Endanwender damit etwas Sinnvolles anfangen kann. Ein Datensilo allein bringt nichts.

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Für die zerspanende Industrie bedeutet das: Tool Data Management muss sich zum Tool Lifecycle Management (TLM) entwickeln, damit nicht nur das Werkzeug verwaltet wird, sondern die Informationen aus allen einzelnen Prozessschritten zurückfließen und die Daten verbessert werden. TLM bietet, indem Verknüpfung und Nachverfolgbarkeit im Mittelpunkt stehen, eine komplette Übersicht über den Zerspanungsprozess. „Die digitale Durchgängigkeit, die heute technisch möglich ist, unterstützt und erleichtert das Werkzeugkreislaufmanagement“, erläutert Peter Schneck, Geschäftsführer von TDM Systems. „Für die Anwender ergeben sich dadurch viel mehr Möglichkeiten. So ist beispielsweise der Datenaustausch und -zugriff bequem und jederzeit von jedem Standort aus möglich.“

„Werkzeugdatenverwaltung braucht nicht nur der Mitarbeiter unten im Werkzeuglager – sie betrifft das gesamte Unternehmen.“ Peter Schneck, Geschäftsführer von TDM Systems

Das Tool Lifecycle Management spielt seine Stärke als Bindeglied zwischen Enterprise Resource Planning (ERP), Product Lifecycle Management (PLM) und Manufacturing Execution System (MES) aus. Die TDM-Software führt als zentrale Plattform die Daten der virtuellen Welt der Planung und der realen Welt der Fertigung zusammen: vom Auftrag über die Konstruktion des Werkstücks, die NC-Planung und Simulation bis hin zur Auftragsvorbereitung und die physische Organisation des Werkzeugkreislaufs auf Shopfloor-Ebene.

Doch Software und objektive Daten allein sind nur die eine Seite; für ein erfolgreiches Tool Lifecycle Management sind auf der anderen Seite zudem die Menschen gefordert. Erst wenn Unternehmen die Digitalisierung auch als eine Möglichkeit zum Wissenstransfer anerkennen, kann für jede Bearbeitung das ideale Werkzeug definiert werden – und zwar nicht einmalig, sondern dauerhaft. Rund 30 Prozent der vorhandenen Werkzeugkapazitäten werden meist nicht genutzt, weil Transparenz und Know-how fehlen, schätzen die Experten von TDM. „Werkzeugdatenverwaltung braucht nicht nur der Mitarbeiter unten im Werkzeuglager“, so Peter Schneck. „Sie betrifft das gesamte Unternehmen.“ Den Weg, der in Richtung Industrie 4.0 führt, muss die Geschäftsleitung vorgeben und gemeinsam mit ihren Mitarbeitern gehen.

Das setzt die Bereitschaft der Fertigungsunternehmen voraus, sich zu wandeln, da alle Prozesse auf den Prüfstand kommen: bei Technik und Maschinen, in der Kommunikation, beim Umgang mit Daten. Zudem muss der Wille da sein, den Mehraufwand zu Beginn zu stemmen. Langfristig zahlen sich die Investitionen jedoch aus: Digitalisierung und Vernetzung schaffen Transparenz und Durchgängigkeit, sorgen für schlankere Prozesse und auch für mehr Flexibilität, was wiederum mehr Kosteneffizienz bedeutet. TLM ist ein Schlüssel, um die Produktivität zu steigern, indem es die Optimierungsmöglichkeiten der digitalen Welt in die Tat umsetzt. Die Planung wird real und vorausschauend und die Fertigung damit effizienter. Dadurch lassen sich zudem die Standardisierung verbessern sowie Standzeiten und Prozesssicherheit erhöhen.

„Wir helfen unseren Kunden dabei, das Schlagwort Industrie 4.0 mit Leben zu füllen und die Chancen des digitalen Wandels optimal zu nutzen“, beschreibt Schneck den Anspruch von TDM. „Ein wichtiger Leitsatz lautet: Das digitale Werkzeug muss genauso gut sein wie das reale.“ ee

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