Hydraulisches Tiefziehen

Wünsch Dir was

lohnt sich immer, auch im Bereich der wirkmedienbasierten Blechumformung. Denn, um dem Wunsch vieler Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie aus der Sanitär-, Hausgeräte- oder Möbelbranche nach designbezogenen Formen Rechnung zu tragen, hat Schuler Hydroforming das hydraulische Tiefziehen entwickelt. Mit diesem Verfahren des Tochterunternehmens des Konzerns können Kunden nach eigenen Angaben jetzt auch kleine und komplex geformte Bauteile kostengünstig und in geringen Losgrößen herstellen. Zur Bearbeitung von Blechen werden beim hydraulischen Tiefziehen die Teile mit Hilfe eines unter Druck stehenden flüssigen Mediums in eine feste Matrize geformt. Die Hydraulikpresse hält das aus Druckkammer und Matrize bestehende Werkzeug geschlossen. Die durch eine PU-Schnur abgedichtete Druckkammer erzeugt die für die Umformung nötige Energie, mit der ein flüssiges Medium die Platine in die gewünschte geometrische Form bringt.

Für den Einsatz des hydraulischen Tiefziehens, so die Experten, sprechen ein enormer Zeitgewinn und hohe Kosteneinsparungen in der Prototypenfertigung und Werkzeugentwicklung. Weiterer Vorteil: die gute Oberflächengüte der Werkstücke – insbesondere bei sphärischen Geometrien. Die Investitionskosten, die diesen Kosteneinsparungen gegenüber stehen, sollen vergleichsweise gering sein. Das neue Verfahren kann auf bestehenden Hydraulikpressen mit Hilfe eines zusätzlichen Aggregates und durch einen einfachen Werkzeugwechsel ausgeführt werden. Neben dem hydraulischen bzw. hydromechanischen Tiefziehen können Kunden des Göppinger Konzerns sich für die Innenhochdruck-Umformung (IHU) entscheiden. Das ist ein Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkörper, bei dem Stahlrohre durch ein flüssiges Medium aufgeweitet und in Form gebracht werden. Dazu wird ein Flüssigkeitsdruck von bis zu mehreren tausend Bar erzeugt.

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Die technischen Grundlagen von hydraulischem Tiefziehen und IHU-Technologie bieten nach eigenen Angaben Vorteile im Vergleich zu konventionellen Verfahren. Ihre besonderen Stärken liegen in der effizienten Herstellung sehr komplexer Bauteile. So können beispielsweise konvexe oder konkave Geometrien mit hohen Qualitätsansprüchen an Form und Oberfläche schon in kleineren und mittleren Stückzahlen wirtschaftlich hergestellt werden. Vor allem mit dem IHU-Verfahren können Teilegewichte reduziert und damit der CO²-Ausstoß von Fahrzeugen gesenkt werden. lg

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