Apparatebau

Getestet und für gut befunden

hat Dirk Darmstädter das automatisierte WIG-Orbitalschweißen. Bei Schweißverbindungen, die korrosiven Medien bei hohen Drücken und Temperaturen standhalten müssen, kann so der geforderte Qualitätsstandard erreicht werden, erklärt der Geschäftsführer der Schrader Apparatebau die Entscheidung der Unternehmensgruppe, das Verfahren einzusetzen. Vorteile seien kürzere Fertigungszeiten, gesteigerte Produktivität, eine glatt durchlaufende Schweißnahtoberfläche und die minimale Wärmeeinbringung.

Schrader errichtet Industrieanlagen für die Industriezweige Pharmazie, Biotechnologie, Nahrungsmittel, Chemie, Automobil, Energie, Papier und Zellulose sowie Farben und Lacke. So vielfältig wie die Branchen sind auch die zu liefernden Anlagen und deren Komponenten: Apparate, Behälter, Kolonnen, Wärmetauscher, Autoklaven, Extrakteure und Vakuum-Units überwiegend aus korrosionsbeständigen und höher legierten Stählen, wie beispielsweise Duplexstähle und Nickelbasislegierungen.

Um die Qualitätskriterien beim Verarbeiten pharmazeutischer Produkte einhalten zu können, entschied sich das Unternehmen 1995 probeweise für eine Orbitalschweißmaschine des französischen Herstellers Polysoude. „Mit dem Einführen des Orbitalschweißens stieg bei uns die Produktivität“, erinnert sich Darmstädter, „denn der mechanisierte Prozess ist weniger arbeitsaufwändig“. Die durchgehende Schweißnaht ohne Überlappungen erlaubt es dem Schweißer, mehr Schweißnähte pro Arbeitstag fertig zu stellen. Nacharbeiten wie Schleifen oder Reinigen fallen nicht mehr an.

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Anschließend setzte Schrader auch beim Bau von Anlagen für die Pigment- und Farbenherstellung das automatisierte Orbitalschweißen ein. Heute ist das automatisierte WIG-Orbitalschweißen innerhalb der Unternehmensgruppe in all seinen Varianten vertreten: mit geschlossenen Schweißzangen und offenen Schweißköpfen zum Herstellen von Rohr-Rohr-Verbindungen, von Rohr-Flansch-Verbindungen sowie im Pipelinebau. Rohr-Rohrboden-Schweißköpfe mit und ohne Zusatzdraht dienen zum Bau von Wärmetauschern. hs

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