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Artikel und Hintergründe zum Thema

Turbine Technology Days

Walter und Starrag demonstrieren Zerspanungs-Know-how

250 Produktionsexperten von fast 80 Firmen aus der Luftfahrt- und Kraftwerksindustrie aus der ganzen Welt besuchten Ende Juni die Turbine Technology Days (TTD) im Starrag-Hauptquartier in Rorschacherberg. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der deutschen Walter AG und der Schweizer Starrag Group standen Vorführungen und Vorträge zu allen wichtigen Aspekten der Produktion von Turbinenkomponenten.

Der Einladung von Walter und Starrag Group zu den Turbine Technology Days (TTD) 2015 waren rund 250 Fachleute der Luftfahrt- und Kraftwerksindustrie gefolgt. Bild: Starrag Group

Zu den besonderen Gästen zählte Yang Hong, Vice-Generalmanager der Aviation Industry Corporation of China (AVIC). Der staatliche Luftfahrt- und Rüstungskonzern mit Sitz in Peking (400.000 Mitarbeiter) soll China maßgeblich mit eigener Produktion beim weiteren Ausbau des Luftfahrtverkehrs unterstützen: So gibt die Konzerntochter AVICADE pro Jahr im Schnitt 400 Mio. US-Dollar allein für Werkzeugmaschinen aus. Dabei spielen Lieferanten aus Deutschland und der Schweiz bereits seit Jahren eine wichtige Rolle. Yang Hong: „Die Starrag Group arbeitet als Werkzeugmaschinen-Hersteller der Weltklasse seit fast 20 Jahren gut mit AVIC zusammen.“

Bearbeitungskooperation in Reinkultur: Walter und Starrag bewiesen auf einer Werkzeugmaschine LX 051, dass sich in einer Aufspannung per Zerspanen und Dengeln in nur 38 Minuten eine Triebwerksschaufel mit einer Oberflächenqualität von unter 0,8 µm herstellen lässt. Bild: Starrag Group

Die Gastgeber liefern aber nicht nur Produkte, sondern auch langjähriges Know-how. So betonten Walter Börsch (CEO Starrag Group) und Mirko Merlo (Vorstandsvorsitzender der Walter AG aus Tübingen) dass sie auf 800 Jahre an Know-how rund um die Werkzeugmaschinen und rund 400 Jahre an Werkzeug-Erfahrung kommen. Zerspanungskooperation in Reinkultur demonstrierten Walter und Starrag auf einer Werkzeugmaschine LX 051 bei der Komplettbearbeitung einer Triebwerksschaufel aus Titanaluminid, die hohe Oberflächenqualität von teilweise weniger als 0,8 µm aufweisen sollte. „Wir bearbeiten hier eines der am schwersten zerspanbaren Materialien mit höchster Produktivität“, betonte Dr. Markus Ess, Leiter des Produktmanagements bei Starrag. Die Bearbeitung der kompletten Schaufel dauert inklusive Werkzeugwechsel nur rund 38 min. – bei insgesamt 20 Bearbeitungsoperationen (vom Best Fit, Schruppen, Schlichten bis hin zum Dengeln)!

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Eine wichtige Rolle spielen dabei die Werkzeuge. Robert Molls (Application Development Engineer Aerospace bei Walter): „Die Bearbeitung von γ-TiAl ist äußerst anspruchsvoll und erfordert Werkzeuge, die speziell dafür ausgelegt wurden. Ein Walter-Schaftfräser mit Innenkühlung erlaubt es, das Material auf äußerst zuverlässige und effiziente Art zu zerspanen.“ Besonders schlank fiel die Prozesskette aus, weil Starrag in die LX 051 ein Dengel-Tool integriert hatte. Es handelt sich dabei um ein elektrisch angetriebenes Spezialwerkzeug, das in einem Bearbeitungszentrum ein Bauteil µm-genau auf Endkontur bringt. Das Dengel-Tool wird im Prinzip wie ein normales Werkzeug benutzt, das eingewechselt und dann von der CNC gesteuert wird. Dr. Ess: „Der Starrag-Dengel-Prozess kann den oftmals manuellen Schleifprozess ersetzen. Es lassen sich Rauheiten von unter 0,3 µm erreichen, ohne das präzise Fräsprofil zu zerstören.“ Die Vorführungen zeigten, dass es sich dabei nicht nur um Werbeaussagen handelt. So erzielte das Starrag-Walter-Team Rauheiten von 0,94 µm (Rt) / 0,11 µm (Ra).

Die unterschiedlichen in Rorschacherberg präsentierten High-Tech-Lösungen besitzen einen gemeinsamen Nenner. Dazu Walter Börsch, CEO der Starrag Group: „Alle diese technischen Highlights dienen nur dazu, ganzheitlich Profitabilität, Sicherheit und Wachstum unserer Kunden zu gewährleisten.“ kf

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