Werkzeugaufnahmen

Einige Dinge anstellen

lassen sich in zwanzig Minuten. Ein Werkzeug auf der Dreh- oder Fräsmaschine beim Einsatz herkömmlicher VDI-Werkzeugaufnahmen auszurichten, gehört sicherlich nicht zu den spannendsten Tätigkeiten in dieser Zeit. Auch weil sich diese lange Rüstzeit negativ auf die Maschinenlaufzeit und damit auf die Produktivität auswirkt. Die Hersteller von Werkzeugaufnahmen haben aus diesen Gründen rotierende Halterungen entwickelt, die diese Nachteile umgehen. Am Markt gibt es derzeit die drei Systeme PSC, HSK-T sowie TS (KM). Bis Ende 2008 waren die PSC- und KM-Systeme patentiert. Das heißt, die jeweiligen Hersteller hatten ein Quasi-Monopol auf ihre Produkte. Hat eine Kunde seinen Maschinenkopf für eine bestimmte Aufnahme, z.B. PSC, konfiguriert, war er an diesen Hersteller gebunden. Seit Beginn dieses Jahres sind alle drei Schnittstellen ISO normiert. Kunden haben nun die Möglichkeit, aus einer größeren Palette von Herstellern auszuwählen und können sich je nach ihren individuellen Anforderungen für ein bestimmtes Aufnahmesystem entscheiden.

Die Hoffmann Group unterstützt diese Entwicklung. Sie hat als einziges Unternehmen am Markt alle drei Haltersysteme im Angebot. Denn alle drei Systeme haben ihre Vorteile – abhängig davon, welche Anforderungen der Kunde hat und wie er seine Maschine einsetzt. So eignet sich beispielsweise das TS (KM)-System insbesondere für die Schwer-Zerspanung. PSC weist die größte Positioniergenauigkeit auf, während HSK-T vor allem für Kunden geeignet ist, die bereits Maschinen mit HSK-Aufnahmen im Einsatz haben. Diese können dann zusätzlich zu den HSK-T Aufnahmen auf der Drehmaschine eingesetzt werden, was erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Zudem ist die Produktpalette im Bereich HSK-T bzw. HSK derzeit am umfangreichsten und reicht bis hin zu speziellen Tool-Lagerungssystemen sowie Voreinstellgeräten.

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Die Nutzer sind nun in der Lage, ihre komplette Maschine unabhängig auszurüsten – von der Werkzeugaufnahme über Bohrstangen und Klemmhalter bis hin zu den Wendeschneidplatten. Aufgrund der größeren Stabilität der rotierenden Halterungen lässt sich die Standzeit mit diesen Werkzeugaufnahmen um dreißig bis vierzig Prozent erhöhen. Zudem sinken die Rüstzeiten von bisher 20 auf nur eine Minute. Anwender können so die Laufzeiten ihrer Maschinen um 20 bis 30 Prozent steigern – und die Zeit für andere Dinge nutzen.ee

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