Vollhartmetall-Einschneider

Eine neue Disziplin

ist das Schruppen und Schlichten geworden, seit das Unternehmen Datron Electronic aus Mühltal den Gegenwuchtschliff seines neuen Vollhartmetall-Einschneiders hat patentieren lassen. Einschneidige Fräser aus Vollhartmetall bringen die Vorteile von ein- und mehrschneidigen Werkzeugen auf den Punkt.

Zum einen werden durch das freie Abfließen der Späne auch bei hoher Drehzahl schnelle Vorschübe möglich. Zum anderen sorgt der ruhige Lauf der Werkzeuge für qualitativ erstklassige Teileflächen. Bei den meisten Bearbeitungsaufgaben wird der Einsatz eines separaten Schlichtwerkzeugs damit überflüssig: Werkzeugwechsel und Nachbearbeiten entfallen. Dies mindert sowohl die Produktionszeit als auch die Kosten. Mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) wird für jeden einzelnen Durchmesser der Werkzeugreihe die optimale Geometrie berechnet. Tests haben nachgewiesen, dass Unwuchten so weitestgehend beseitigt werden, ohne dass das Fräswerkzeug geschwächt oder instabil wird. Welche Leistungen durch den Gegenwuchtschliff möglich werden, zeigt sich unter anderem bei der Bearbeitung von Aluminium-Gehäusen. In einer Versuchsreihe sollten die Fertigungszeit auf ein Minimum gedrückt und gleichzeitig Oberflächen ohne jede Rattermarke erreicht werden. Daher wurde die Vibrationsbelastung im Versuch mit digitalen Schwingungsaufnehmern überwacht. Mit ein und demselben 8-Millimeter-Einschneider geschruppt und geschlichtet, lag die Gesamtbearbeitungsdauer bei weniger als neun Minuten. Ein Werkzeugwechsel war nicht notwendig. Die Oberflächenqualität war sehr gut. Bei den Fräsparametern wurde die vom Spindelhersteller vorgegebene maximale Schwingungsbelastung nicht überschritten und lag im Durchschnitt bei 35 Prozent. Außerdem zeigt das Unternehmen seine Kompetenz in der Entwicklung und dem Vertrieb von komplexen Fertigungs- und Automatisierungsprozessen. ee

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