Verzanteil-Bearbeitung

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nur bedingt flexibel nutzbar zu sein und einen relativ hohen Umrüstaufwand zu generieren, können klassische Verzahnmaschinen nicht ablegen. Bei kleineren Durchmessern und entsprechenden Losgrößen sind sie zwar noch im Vorteil, mit der Entwicklung der neuen uP-Gear Technology ist das Unternehmen Heller aber inzwischen auch hier mitten drin statt nur dabei. Den Herstellern von Zahn- und Kegelrädern, Verzahnteilen und Getrieben eine technisch und wirtschaftlich hoch interessante Alternative, mehr Flexibilität und Präzision zu bieten, darum ging es dem Nürtinger Maschinenhersteller. So wurde gemeinsam mit den Unternehmen Voith und dem Werkzeughersteller Sandvik Coromant ein Verfahren unter dem Namen uP-Gear Technology entwickelt, dass sowohl das Vorfräsen wie das Verzahnungsfräsen auf einer Maschine äußerst produktiv gestalten. Statt Spezialmaschinen und Spezialwerkzeugen, sieht Heller in der Universalität der 5-Achs-Bearbeitung einen vielseitigen Einsatz in der Komplettbearbeitung von Verzahnteilen. Während sich allerdings einige Hersteller von Bearbeitungszentren mit der Zahnmodellierung über eine Spezialsoftware beschäftigen, geht das Unternehmen hier einen völlig anderen Weg. Die Zahnform als Punktewolke mit x-, y-, z-Koordinaten entwickelt und in ein NC-Programm umgesetzt, ist und bleibt nur ein angenähertes Modell. Gibt man dagegen bei der FP 4000 aus Nürtingen die Verzahnungsparameter direkt aus der Zeichnung in die Maschinensteuerung ein, können daraus in Echtzeit die 5-achsigen Bahnen zum Schruppen und Schlichten generiert werden. So erübrigt sich ein mathematisch genaues 3D-Geometriemodell. Dieses Verfahren ist von den Unternehmen Heller und Voith mittlerweile zum Patent angemeldet. Ein weiterer Vorteil: Aktuelle Werkzeugdaten wie beispielsweise der Werkzeugverschleiß fließen auch während des Prozesses in Echtzeit mit ein. Ein Vorteil, der sich äußerst positiv auf die Präzision auswirkt.

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Die Lücke von Präzision zur Produktivität geschlossen

Die Zahnlückenfertigung oder die Rohlinge vorzufräsen, das kann Heller also mit seinen 5-Achs-Bearbeitungszentren der F- und MCH-C-Baureihe einwandfrei. Um aber Außen- und Innenkonturen komplett in einer ersten Aufspannung vor zu bearbeiten oder in einer zweiten Aufspannung die Verzahnung zu fräsen, wurden speziell angepasste NC-Zyklen entwickelt, um den Prozess auch relativ leicht zu beherrschen. Nun gilt das Verzahnungsfräsens mit einem Schaftfräser aber nicht unbedingt als sehr effizient und produktiv. Deshalb hat Heller in Zusammenarbeit mit Sandvik Coromant für dieses Verfahren ein Topffräser mit Schneidplatten entwickelt, der mit der FP 4000 unter anderem die Produktivität um den Faktor 3 erhöht. Wesentlichen Anteil daran haben freilich auch die statische und dynamische Stabilität der Maschine sowie die kompakte Aufspannung. Die Vorteile des Heller/Voith-Verfahrens lassen sich aber nicht unbedingt beim klassischen Lohnverzahner mit hohen Stückzahlen und geringer Werkstückvarianz finden. Es sind mehr die Systemlieferanten oder Getriebehersteller, die auf der Maschine auch andere Zerspanungsaufgaben durchführen müssen. ee

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