Stereoexplorer

Vom Bild zum 3D-Modell

Erst der räumliche Eindruck verschafft dem Menschen die Möglichkeit, sich zu orientieren, ansonsten hätten wir wahrscheinlich nur ein Auge. Aus diesem Grunde arbeiten Film- und Fernsehmacher seit Jahren daran, Darstellungen auf einer Fläche räumlich, also dreidimensional erscheinen zu lassen. Während das in diesem Bereich bislang nur mit Hilfsmitteln wie 3D-Brillen beschränkte Ein- und Aussichten möglich sind, hat Leica Microsystems für die Mikroskopie eine professionelle Lösung gefunden: Das Softwarepaket Stereoexplorer erzeugt aus zweidimensionalen digitalen Mikrofotografien dreidimensionale Bilder zum Visualisieren, Berechnen und Analysieren von dreidimensionalen Oberflächen. Sie steuert je eine Digitalkamera in den beiden Strahlengängen eines Stereomikroskops. In den zwei perspektivisch leicht differierenden Aufnahmen werden die zusammengehörenden Bildpunkte bestimmt und mit Hilfe verschiedener Algorithmen die Topographie der Probe als Oberflächenmodell definiert. Der so gewonnene 3D-Datensatz dient zur stereo­skopischen Live-Betrachtung des DOM (Digitales Oberflächenmodell) und als Grundlage für Oberflächenanalysen. Das Oberflächenmodell ist um drei Achsen frei rotierbar und jede Ansicht lässt sich als Bild in verschiedenen Standardformaten speichern. Die integrierte Datenbank verwaltet Bilder, Bildpaare und Kalibrierungsdaten wie Arbeitsabstand, Pixelgröße und globaler Offset.

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Je nach Einsatzbereich können verschiedene Softwaremodule in den Mittelpunkt des Anwenderinteresses rücken: So kann das Modul Profil einen virtuellen Schnitt durch die Probe legen, der als Höhenprofil dargestellt wird. So lassen sich Oberflächenrauhigkeit oder Welligkeit nach den EN/ISO Richtlinien bestimmen. Weitere Module ermöglichen volumetrische Berechnungen aus Vertiefungen oder die Auswertung der Oberfläche nach Parametern wie Rauhigkeit und Welligkeit.

Die Hardware-Investitionen – um die Software ans Laufen zu bringen – halten sich im Rahmen: halten sich im Rahmen: Ein üblicher PC mit den Betriebssystem Windows 2000 oder XP soll ausreichen.dr

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