Schneideinsatz-Kühlung

Wenn es heiß hergeht

sind polykristalline Bornitrid-Schneiden (CBN, PKBn) zwar polykristallinem Diamant (PKD) hinsichtlich der Temperaturbelastbarkeit (bis zu 1500°C bei CBN und max. 720°C bei PKD) überlegen, doch was Härte und Zerspanungsleistung anbelangt, gibt es für die PKD-Bearbeitung von Aluminium, Verbundwerkstoffen, Kunststoffen, Grünkeramik etc. keine Alternative. Bei PKD-Fräsern und -Stufenbohrern praktizierte Ideen, die Schneiden mit gezielt in den Grundkörper angebrachte Kühlkanäle von schädlicher Hitzeentfaltung zu befreien, waren nur bedingt tauglich; die PKD-Schneide kapitulierte auch hier bei extremen Einsatzfällen der Aluminium- und Verbundfasermaterialien. Vorzeitiger Verschleiß und Ausbrechen der PKD-Schneide bis hin zur Grafitisierung waren die Folgen.

Hier setzt die Erfindung des Dreborid Cool-Injection Systems aus dem Hause Lach Diamant an: Die PKD-Schneide wird Bestandteil des Kühlmittelkanals bzw. der in den Werkzeugkörper integrierte Kühlmittelkanal wird unmittelbar durch die im Materialeingriff arbeitende PKD-Schneide hindurch geführt. Maximal wird die gestresste PKD-Schneide durch Kühlung - Liquid, Luft oder Gas - von schädlicher Wärmeentwicklung entlastet. Die „Mündungsöffnung“ des Kühlmittelstrahles befindet sich direkt in der Spanfläche des Schneideinsatzes.

Die Kühlung der Schneideinsätze wird nach dieser Erfindung von innen erzielt. Das Kühlmittel kann so leicht in das Material eindringende Wärme abführen. Entsprechend wird das in der Spanfläche in unmittelbarer Nähe der Schneidkante aus dem Kühlmittelkanal austretende Kühlmedium auch auf der Außenseite der Schneideinsätze auf kürzestem Weg zur Schneidkante geleitet - eine optimale Kühlung und Förderung der Spanabfuhr ist somit gegeben.

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Die in Hanau entwickelten mehrschneidigen Monoblock-PKD- Fräs- und-Stufenbohrwerkzeuge werden durch die Option des neuen Systems leistungsfähiger und vielseitiger in ihrer Anwendung. Seine Vorteile lassen sich jedoch auch bei Einzel-Schneiden nutzen. - wie zum Beispiel bei extremen Drehoperationen. ee

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