Schlauchpumpen

Flexibel und robust

Das Unternehmen Aventis im Industriepark Höchst bei Frankfurt gehört zur sanofi-aventis-Gruppe und entwickelt, produziert und vertreibt Medikamente. In den Forschungseinrichtungen werden exakte Zusammensetzungen entwickelt und im größeren Maßstab für die spätere Produktion optimiert. Hierbei geht es auch um das Fördern von Substanzen, die später mit einem exakt definierten Volumen pro Zeiteinheit in einen Prozess eingebunden werden sollen. Viele Abläufe werden mit einem relativ geringen Automatisierungsgrad gefahren, da die Chargen oftmals nur ein einziges Mal hergestellt werden.

Da im Vorfeld nie genau vorhergesagt werden kann, für welche Produktentwicklung Pumpen und Schläuche letztendlich eingesetzt werden, sind die Anforderungen an die Materialien sehr hoch. In diesem Bereich des Technikums kann daher nicht mit den „normalen“ Edelstahlpumpen gefördert werden, außerdem soll der Apparatepark möglichst flexibel sein. Generell ist eine Schlauchpumpe für solche Anwendungen ideal, es gibt keinen Kontakt zur Mechanik, sie ist einfach zu reinigen und flexibel einsetzbar. Im Labor ist dies alles auch kein Problem, wohl aber im Ex-Bereich. Bislang gab es aber keine optimale Pumpe, die den hohen Anforderungen gewachsen war und zudem eine Drehzahlregelung per Handrad aufweisen konnte.

Die Entscheidung des Unternehmens Aventis für eine Schlauchpumpe der 621-er Serie von Watson Marlow hatte gleich mehrere Gründe. Sie bietet ein kompaktes geschlossenes System, deckt den notwendigen Fördermengenbereich ab und ist leicht zu reinigen. Wo andere Pumpen zur Reinigung komplett zerlegt werden müssen, wird hier der Schlauch einfach nur durchgespült. Darüber hinaus wurde ein kleines kompaktes Verstellgetriebe eingebaut mit dem die Drehzahl im Ex-Bereich sogar bis auf Null reduziert werden kann, ohne dass Sicherheitsaspekte vernachlässigt werden. Mit der Drehzahl Null, beziehungsweise 10 bis maximal 250 Umdrehungen/min und den unterschiedlichen Schlauchdurchmessern kann ein weites Spektrum der Fördermenge exakt und vor allen Dingen reproduzierbar eingestellt werden. Dies ist ein ganz wichtiger Punkt, denn in der Wirkstoffherstellung geht es um die aktiven Substanzen in den Tabletten, das heißt, die in den Chargen hergestellten Mengen reichen von 200 Gramm bis ca. 5 Kilogramm.

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Aber es gibt noch zwei weitere Punkte, die für diese Schlauchpumpe sprechen: Sie kann auch für den exothermen Bereich zugelassen und der Fluorelastomer Schlauch der Firma Gore weist einzigartige Eigenschaften auf. Dieses Material bietet nicht nur eine deutlich höhere Standzeit, es enthält im Vergleich zu anderen Pumpenschläuchen keine Weichmacher und die Volumenzunahme durch Quellung liegt weit unter den üblichen Werten. Darüber hinaus ist dies der einzige Flourelastomer Schlauch mit FDA-Zulassung für Lebensmittel. Dr. Peter Stipp

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