Piezo-Ausgleichskinematik

Die Werkstatt der Zukunft

zeigten am Gemeinschaftsstand des Fertigungstechnischen Kolloquiums (FtK) auf der diesjährigen AMB in Stuttgart die Roboterspezialisten des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). Für ein europäisches Forschungsprojekt, das von mehreren Stuttgarter Universitäts- und Fraunhofer-Instituten realisiert wird, entwickelte ein IPA-Team eine Piezo-Ausgleichskinematik für die Werkzeugmaschinenspindel, die den hochgenauen, flexiblen und kostengünstigen Einsatz von Industrierobotern in der spanenden Bearbeitung möglich macht. Und das sieht dann so aus: Selbsttätig holt der Roboter das Werkstück aus dem Regal und führt es während der Bearbeitung an einer Frässpindel mit 30.000 U min-1.

Industrieroboter haben in der Regel mehr Bearbeitungsachsen und sind daher gelenkiger und flexibler als CNC-Maschinen, allerdings auch weniger steif und präzise. Bisher hat dieser Nachteil ihre Einsatzmöglichkeiten in der industriellen Fertigung stark limitiert. Die neue Ausgleichsaktorik dagegen kompensiert die von einem Messgerät erfassten Ungenauigkeiten der Roboterfräsanlage in Echtzeit. Das Bauteil wird von ein und derselben Maschine gehandhabt und hochgenau bearbeitet. „Dafür, dass das Projekt offiziell erst seit wenigen Wochen läuft, sind wir schon sehr weit gekommen“, zeigte sich Christian Meyer, Gruppenleiter Robotersysteme am Fraunhofer IPA, zufrieden. Eine vom Team ebenfalls entwickelte industrienahe CNC-Steuerung, die im Fertigungseinsatz an die Stelle der üblichen Robotersteuerung tritt, ist nach Meyers Angaben bereits jetzt „eins zu eins“ einsetzbar. Die bereits entwickelten 1-D- bis 3-D-Fehlerausgleichsmechanismen können je nach Anforderung auf bis zu 6-D erweitert werden. Optimale Einsatzmöglichkeiten für die hochgenaue roboterbasierte spanende Bearbeitung sieht Christian Meyer beim Fräsen von Aluminium, Leichtmetall und Kunststoffen. Die Kombination von Bauteilhandling und Bearbeitung sei insbesondere für den Einsatz in Produktionsstraßen hervorragend geeignet, betont der Gruppenleiter Robotersysteme. ee

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Online-Service

Individuelle Werkzeuge erstellen

Ab sofort könnnen Anwender bei Sandvik Coromant ihre Werkzeuge online direkt erstellen und im Webshop beauftragen. Bisher war der Prozess der Angebotserstellung und Bestellung kundenspezifischer Lösungen nur über ein physisches Formular oder einen...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Fächerschleifscheibe

Mehr Leistung beim Schleifen

Dank des patentierten präzisionsgeformten Schleifkorns verfügt die neue 3M Fächerschleifscheibe 769F nach Unternehmensangaben über längere Standzeiten sowie einen schnelleren Abtrag als herkömmliche Zirkonkorund-Scheiben. 

mehr...
Anzeige

Trenn- und Schlitzfräser

Mit 0,8 bis 1,2 mm Breite

Slim Slit heißt die neue Reihe von Trenn- und Schlitzfräsern von Iscar. Die selbstklemmenden Komponenten sind je nach Anwendungen in der zähen Schneidstoffsorte IC1028 oder der verschleißfreien Schneidstoffsorte IC1008 ausgeführt.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Sozialprojekt

Inklusion statt Exklusion

Der Spann- und Greiftechnikspezialist Röhm unterstützt mit Überzeugung die Ziele einer gelungenen Inklusion zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Das Inklusionsprojekt zwischen den Werkstätten der Lebenshilfe in Heidenheim und Giengen und dem...

mehr...