Multi-CAD-Integration

Integration erwünscht

Insellösungen. Fast jeder verbindet mit diesem Begriff IT-Systeme, die zueinander inkompatibel sind beziehungsweise nebeneinander statt miteinander arbeiten. Kein Datenaustausch, redundante Datenbestände und hoher Wartungsaufwand sind nur einige Nachteile. Auch wenn viele glauben, solche EDV-Fossile seien längst ausgestorben und in Zeiten vollständiger Vernetzung und integrierender Software-Helfer (Stichwort EAI – Enterprise Application Integration) Schnee von (vor)gestern. Doch weit gefehlt – trotz Schnittstellen und spezieller Dateiformate ist es mit der Kompatibilität von CAD-Systeme untereinander und übergeordneten PDM- oder PLM-Systemen nicht weit her. Die Krönung: Selbst bei Softwarepaketen desselben Herstellers sind manche Versionen nicht kompatibel zueinander. Mit diesen Problemen haben nicht nur kleine und mittelständische Unternehmen zu kämpfen, sondern auch große Unternehmen, deren Töchter oder Partner unterschiedliche CAD-Systeme einsetzen. Speziell dieser Thematik hat sich UGS, ein Hersteller von Konstruktionssoftware sowie PDM- und PLM-Systemen, angenommen.

Drehscheibe PDM

Der IT- und Dienstleistungsanbieter offeriert unter dem Begriff „Multi-CAD-PDM“ seine Lösung „Team Center“, die solche Grenzen überwinden soll. Technisch realisiert wurde dies unter anderem durch umfangreiche Schnittstellen zu den einzelnen CAD-Systemen, welche die notwendigen Verbindungen schaffen. Zur Zeit werden die „CAD-Manager“ für die Systeme Autocad, Catia V4 und V5, ME10, Mentor Graphics, Pro/Engineer, Solidworks und den eigenen Systemen I-deas, Solid Edge und Unigraphics angeboten.

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Die so genannten Teamcenter-Engineering-CAD-Manager sollen ein zuverlässiges, sicheres Produktdatenmanagement für Engineering-Teams ermöglichen, welche an gemeinsamen Entwicklungsprojekten mit unterschiedlichen CAD-Systemen arbeiten. Sie erlauben Konstrukteuren den gewohnten Einsatz ihrer Engineering-Anwendungen in einer sicheren, kontrollierten Umgebung. Die Ingenieure erhalten damit direkten Zugang zu leistungsfähigen Suchmechanismen, der Prozessunterstützung, dem Konfigurations-Management, einem Benachrichtigungswesen sowie zum Änderungs-Management.

Über einen kontrollierten Zugang ermöglicht das System den Anwendern die Erzeugung, Suche, Analyse und Modifikation von CAD-Modellen, Baugruppen und Zeichnungen unterschiedlicher Herkunft. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit der Zuordnung von Attributen und weiteren Dokumenten sowie die Anwendung geregelter Engineering-Prozesse. Alle Anwendungsdaten, Attribute, Relationen und Konfigurationen werden mit der Teamcenter-Engineering-Basisfunktionalität verwaltet, gesichert und synchronisiert. Sie stehen damit aber auch allen anderen Teamcenter-Modulen, wie Konfigurations-Management, Workflow, Änderungs-Management oder DMU-Anwendungen zur Verfügung.

Die Vorteile

Alle Teamcenter Engineering CAD-Manager bieten ihren Anwendern erhöhte Sicherheit durch geregelte Datenhaltung und eindeutige Kontrolle der Zugriffsrechte auf die Daten. Sie ermöglichen zudem die einfache Verteilung nötiger Information in lokalen und globalen Netzen.

Die Wiederverwendung von vorhandenen Daten und Know-how wird durch schnelle Suchmechanismen erhöht. Check-In-/Check-Out-Routinen sollen absolut integre Daten durch Sperren bearbeiteter Dateien und Informationen sichern. Das Revisionsmanagement regelt die Kontrolle über beliebige Versionen und Revisionsstände. Außerdem ist nicht nur die Verwaltung von einzelnen Informationen oder Dateien möglich, sondern auch der Aufbau und die Konfiguration von Strukturen. Ein weiterer Vorteil ist die Verwaltung beliebiger Baugruppen und Gesamtsysteme sowie die Zuordnung ergänzender Dokumente, Zeichnungen und Attribute.

Laut UGS sind Teamcenter-Engineering-Lösungen erweiterbar und werden so auch wachsenden Anforderungen gerecht. Zu den Optionen zählen das Änderungswesen mit der Verwaltung von Änderungsabläufen und Historien und das Konfigurationsmanagement für die Verwaltung von Optionen, Varianten und Gültigkeiten. Die Viewing- und Markup-Funktionen ermöglichen zudem jederzeit auch nicht mit der Produktentwicklung direkt betrauten Mitarbeitern den Zugriff auf 3D-Daten oder 2D-Neutralformate. Das integrierte Digital Mockup erlaubt die schnelle Analyse digitaler Prototypkonfigurationen.Stefan Graf

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