Heiss-Gas-Schweißen

Berührungslos

in Schutzgas-Atmosphäre arbeitet das Heiß-Gas-Schweißverfahren für Kunststoffe, das die Firma KVT Bielefeld für die Automobilindustrie entwickelt hat. Dabei werden im Schweißprozess bei optimaler Schweißnahtfestigkeit keine Partikel erzeugt, wie sie bei mechanischen Schweißverfahren entstehen. Der Einsatz der Maschinen erfolgt daher bei Bedarf auch in Reinräumen. Durch den Einsatz von Schutzgasen ist auch die thermische Schädigung der Kunststoffe ausgeschlossen.

Das Einsatzgebiet dieses Verfahrens ist vor allem das Verschweißen von Medien führenden und speichernden Bauteilen für den Motorraum. Neben Bauteilen mit zweidimensionalen Schweißnahtverläufen lassen sich damit auch Bauteile mit dreidimensionalem Schweißnahtverlauf fügen. Und die Realisierung von Schattenfugen ist ebenfalls möglich.

Derzeit werden Serienprodukte mit Schweißnahtwandstärken von einem bis 18 Millimeter verschweißt. Neben der Verschweißung von Halbzeugen aus PA, PAA, PBT, PPS und anderen polymeren Werkstoffen wird dieses Heiß-Gas-Schweißverfahren zunehmend auch für die Verarbeitung von „weichen“ Halbzeugen aus TPA, TPE, TPU oder TEEE eingesetzt, etwa für die Fertigung von Leitungssystemen.

Für sein Verfahren hat das Bielefelder Unternehmen eine Tandem-Schweißmaschine entwickelt, die über zwei Arbeitsstationen verfügt. Beide nutzen das gleiche Heizelement und werden wechselseitig bestückt, vollautomatisch oder auch manuell. ms

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