Werkzeugmaschinen

Vernetzung vermindert Fehler

Solide Planung ist nie schlecht - reicht jedoch heute nicht mehr. Vielmehr, weiß Chefredakteur Hajo Stotz, ist es hohe Flexibilität bei stabilen Abläufen, die über Qualität und Termintreue entscheidet. Maschinenbauer Makino liefert eine Paket-Lösung: Job Management und vernetzte Maschinen sichern die Konkurrenzfähigkeit.

Michael Stepper ist Geschäftsführer des Stanzmaschinenherstellers Stepper.

Es ist nicht lange her, da galten um 15 bis 20 Prozent reduzierte Lieferzeiten als Gewähr globaler Wettbewerbsfähigkeit. „Aber das war gestern“, sagt Martin Gosch. Heute brauche es doppelt und morgen vielleicht schon dreifach beschleunigte Abläufe, um international im Rennen zu bleiben, unterstreicht der General Manager der Makino-Geschäftseinheit Die and Mold. Was weiter hinzu komme, seien zunehmend knappe Änderungsaufträge und Schnellschüsse. All dies sei mit herkömmlichen Steuerungsmitteln kaum mehr zu stemmen.

Die Alternative zu der notorischen Hetze zeige der Mold-Shop of the Future. Die Makino-Geschäftseinheit bietet in Zusammenarbeit mit dem Integrationsspezialisten Zwicker Systems durchgehende Konzepte sowie Maschinen- und Software-Lösungen an, die Werkzeug- und Formenbauern stabile Prozesse, schnellere Reaktionszeiten und wirtschaftlichere Arbeitsabläufe versprechen. Als Rahmen zum Inhalt dient das neue Präsentationszentrum der Makino-Gruppe in Kirchheim. Experten beraten hier Kunden aus Industrie, Werkzeug- und Formenbau zu sämtlichen Technologien und Managementverfahren zur Optimierung ihrer Fertigung. Voraussetzung für einen steuerungstechnisch gefestigten Prozess sei eine entwickelte Maschinentechnik, unterstreicht Martin Gosch. „Denn Software allein schöpft keine Werte.“ So ermöglichen die Makino-Maschinen das prozesssichere Hart- und Grafitfräsen, Senk- sowie Drahterodieren im Bereich von Mikrotoleranzen. Diese Erfahrung kann auch Michael Stepper bestätigen. Mit dem Einsatz der Makino Edac 1 sieht der Geschäftsführer der Firma Stepper, Pforzheim, für sein Unternehmen neue Möglichkeiten in der Hartmetallerosion. Mit über 40- jähriger Erfahrung in der Hochleistungs-Stanztechnik zählt Stepper zu den erfolgreichsten Firmen dieser Branche. Als Erfinder des Modulsystems und des Kombi-Stanzwerkzeugs bietet die Firma Technologien, um schnell und kostengünstig die besten Stanzteile zu produzieren. Dabei ist in der Hochleistungs-Stanztechnik die maximal mit einem Werkzeug zu erzielende Teileanzahl oftmals das Entscheidungskriterium, um gegen den globalen Wettbewerb den Auftrag zu erhalten. Im Werkzeug selbst sind hierbei die 3D-Prägeeinsätze die kritischen Bauteile, welche die Standzeit entsprechend beeinflussen. Stand der Technik ist, dass die Prägeeinsätze aus sehr hartem Stahl oder in Hartmetall in Oberflächenqualitäten von Ra 0,18µm erodiert werden. Stepper setzt dazu die Edac 1 ein. Dieser Maschine sehe man die Präzision geradezu an, so das Statement von Michael Stepper zum Kauf dieser Maschine. Mit der Maschine schaffe sich Stepper die Vorraussetzungen, um in Sachen Standzeit der Werkzeuge die Technologieführerschaft weiter auszubauen. Die Kombination aus den Makino-Maschinen mit Softwarelösungen des Integrationsspezialisten Zwicker Systems ermöglicht zudem eine Steigerung der Geschwindigkeit und –Sicherheit des gesamten Bearbeitungsprozesses. Der Schlüssel zum Ziel sei dabei das intelligente Production Supply Chain Management, das Engpässe und Versorgungsprobleme reduziere. „Die Kombination aus stabilen Produktionsprozessen und einem digitalen Jobmanagement ermöglicht eine effiziente Fertigung in hoher Qualität“, erläutert Martin Gosch. Die Vernetzbarkeit und CNC-Technik der Maschinen erlaube, so der Makino-Manager, in Kombination mit dem rechnergestützten Fertigungsmanagement vorausschauende, Fein- sowie kurzfristige Umplanungen in Echtzeit und einen Fertigungsprozess, der in jeder Phase stabil ist. Weiterhin hilfreich, so Makino-Manager Gosch, sei die Vernetzbarkeit und CNC-Technik der Maschinen. In Kombination mit dem rechnergestützten Fertigungsmanagement erlauben sie vorausschauende, Fein- sowie kurzfristige Umplanungen in Echtzeit und ein Fertigungsprozess, der in jeder Phase stabil ist. „Der Unterschied zur herkömmlichen Zuruf- und Zettelwirtschaft ist in Cent und Euro belegt“, versichert Gosch. So ist entscheidend für jeden Prozess, dass aktuelle Maschinendaten sich zu jeder Zeit abrufen und weiter verarbeiten lassen. Bei Makino’s Lösung ist dies der Fall. Der zuständige Bediener kann die Maschinen online steuern und auf jede Situation reagieren. Der komplette Arbeitsablauf - Status, Auslastung, Werkstücke, Zeitstruktur – ist im Rechner übersichtlich abgebildet. Bearbeitungszustände und mögliche Verarbeitungsfehler lassen sich auch ortsungebunden als SMS oder per E-Mail anzeigen. Der Fertigungsverantwortliche kann dadurch auch außerhalb des Betriebes eingreifen.

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Über Chipmaster-Transponder-Technologie werden sämtliche NC-Programme mit tragbaren Mini-Rechnern von jedem beliebigen Ort im Unternehmen aus drahtlos gesteuert. Die Elektroden werden dabei mit berührungslos lesbaren Chips identifiziert, die alle Messparameter automatisch an die Werkzeugmaschine übertragen. Verwechslungen sind unmöglich, und das manuelle Abtippen und Markieren von Daten ist nicht mehr nötig. Damit sei auch eine chaotische Belegung von Paletten möglich, hebt Martin Gosch noch einmal hervor. Der Chip sagt dem jeweiligen Fräs- oder Erodiersystem, was zu tun ist. Über eine zentrale Schnittstelle sind sämtliche Makino-Maschinen mit der CAD/CAM-Abteilung sowie dem Produktionsplanungs- und Steuerungssystem verbunden und werden Projektstrukturen und Arbeitsschritte automatisch übernommen. Hajo Stotz

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