Dehnspannfutter

Die Augen reiben

wird sich so manch einer bei diesem Preis. Der Spann- und Greiftechnikhersteller Schunk bietet mit dem Tendo E Hydro-Dehnspannfutter den Einstieg in die Werkzeugspannung zu einem Preis ab 200 Euro an.

Das E steht dabei für „Economic“. Neu ist, dass das Dehnspannfutter für die HSK-A 63-Schnittstelle angeboten wird. Für einen geringen Aufpreis gegenüber herkömmlichen Universalwerkzeughaltern steht dem Anwender die Welt der präzisen Hydro-Dehnspanntechnik offen. Sie sind für hohe Qualitätsansprüche in der zerspanenden Fertigung ausgelegt. Auch auf Dauer lässt sich mit dem Spannfutter Geld sparen: Die Präzisionstechnik, die mit Rundlauf und Schwingungsdämpfung punktet, schont Werkzeuge und Maschine. Längere Werkzeugstandwege, glänzende Werkstückoberflächen und eine minimal Beanspruchung der Spindel sind die Folge. So können die Werkzeuge länger eingesetzt werden und die Maschine wird geschont. Zum Wechsel der Werkzeuge ist nur ein Sechskantschlüssel nötig. Wer häufig Werkzeuge ein- und ausspannen muss, spart damit erheblich Zeit und benötigt keine Peripheriegeräte. Zum Vergleich hat Schunk drei unterschiedlichen Systeme getestet. Mit einem Schlichtfräser Ø20 wurden mehrere horizontale Bahnen in ein Testmaterial (16MnCrS5k) gefräst. Dabei betrugen die Schnittdaten: Schnitttiefe 20 mm, Eingriffsbreite 0,6 mm, Schnittgeschwindigkeit 180 m/min, Drehzahl 2866 min-1. Der Versuch wurde abgebrochen, wenn die Verschleißmarkenbreite den Wert von 0,3 mm überschritten hat. Bei der Spannzangenaufnahme lag der Werkzeugstandweg bei 230 Metern. Das Warmschrumpffutter brachte es auf 240 Meter. Die Tendo Hydro-Dehnspanntechnik schaffte 360 Meter und damit 56 Prozent mehr als die Spannzangentechnik und 50 Prozent mehr als das Warmschrumpffutter. Anders ausgedrückt: Für eine identische Zerspanleistung werden in der Versuchsanordnung mit der Spannzangenaufnahme 50 Werkzeuge, mit dem Warmschrumpffutter 48 Werkzeuge und mit dem Hydro-Dehnspannfutter 32 Werkzeuge verschlissen. Bei einem angenommenen Preis von 145 Euro pro Fräser ergibt sich allein bei den Werk-zeugkosten gegenüber dem Spannzangenfutter eine Einsparung von 2.610 Euro und gegenüber dem Warmschrumpffutter eine Einsparung von 2.320 Euro. hs

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