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Artikel und Hintergründe zum Thema

Blech- und Kaltumformung, Fräswerkzeuge

35 Prozent Zeitersparnis beim Fräsen

Neue Wege zum Bearbeiten des Umformwerkzeugs für Radkästen einer PKW-Hinterachse hat Eckold eingeschlagen, Spezialist für die Kaltumformung von Blechen, Rohren und Profilen - nachdem Fertigungsleiter Klaus Bremer das Vorschruppen und Vorschlichten mit Rundplatten-Werkzeugen seines bisherigen Lieferanten viel zu lange dauerte und auch die Standzeiten nicht befriedigen konnten.

Weil auch bereits zahlreiche Fräser von Ingersoll im Einsatz sind, haben beide Unternehmen nun gemeinsam eine neue Bearbeitungsstrategie erarbeitet. Dabei wurde der Kopierfräser Formmaster-Speed Typ 15 V1E mit 32 mm Durchmesser auf einem Bearbeitungszentrum Deckel Maho 125 P Hi-dyn mit Spindelaufnahme SK 50 und 30 kW Antriebsleistung eingesetzt: Schnitttiefe 0,7 mm, Schnittgeschwindigkeit 180 m/min und Drehzahl 1.800 U/min. Allerdings erlaubt der Ingersoll-Fräser mit 8.000 mm/min und 1,5 mm/Zahn eine deutlich höhere Fräsgeschwindigkeit gegenüber dem vorher eingesetzten Werkzeug. Klaus Bremer zeigt sich zufrieden: „35 Prozent Zeitersparnis beim Vorschruppen sind ein gutes Ergebnis.“ Ebenfalls als positiv wurde die hohe Standzeit vermerkt. Selbst nach einer Hauptzeit von 50 Minuten war nahezu kein Verschleiß feststellbar, der in absehbarer Zeit einen Plattenwechsel erforderlich machen würde. Unabhängig von den dadurch deutlich reduzierten Werkzeugkosten wirkte sich ein weiterer Faktor positiv auf den Maschinenstundensatz aus: Selbst bei dem sehr hohen Vorschub von 8.000 mm/min wurde nur eine Spindellast von 20 Prozent angezeigt. „Es bestärkt uns darin, auch die Schlichtbearbeitung nach dieser Strategie zu fahren“, erklärt der Fertigungsleiter. Dazu soll dann die gesamte Fräsbearbeitung des Gesenks neu untersucht und gewichtet, sowie eine neue Werkstückspannung definiert werden, damit die Umformwerkzeuge schnell und exakt auf einer Magnetspannplatte fixierbar sind. hs

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