Fachmesse für Metallbearbeitung

Andrea Gillhuber,

Metav setzt vernetzte Produktion in den Fokus

Die 21. Metav wirft ihren Schatten voraus: Vom 10. bis 13. März trifft sich die Metall bearbeitende Industrie in Düsseldorf. Im Fokus stehen auch hier die Herausforderungen der digitalen Transformation gerade für mittelständische Unternehmen.

Die Metav findet vom 10. bis 13. März in Düsseldorf statt. © Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann

Vor 40 Jahren öffnete die Metav erstmals ihre Tore und zeigte Produkte, Technologien und Dienstleistungen in der Metallbearbeitung. Seitdem hat sich vieles getan in der Branche. Neben neuen Bearbeitungstechniken drängen sich Trends wie die vernetzte Produktion oder künstliche Intelligenz in der Fertigung in den Vordergrund. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bilden letztere eine Herausforderung. Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation ist neben der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien ein grundlegender Wissens- und Informationstransfer.

Im Vorfeld der Messe informierte der Veranstalter der Metav, der VDW, über deren Inhalte. So biete der Branchentreff Fachbesuchern die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen: von der vernetzten Fertigung zu Cloud-Anwendungen über Datenanalyse, 5G, Machine Learning bis zur künstlichen Intelligenz. Ähnlich wie auf der EMO Hannover, gibt es auf der Metav 2020 einen umati-Showcase (universal machine tool interface). Dabei soll demonstriert werden, wie einfach, schnell und unkompliziert Daten über die umati-Schnittstelle ausgetauscht werden können.

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Kongress zur Cybersecurity

Gemeinsam mit dem VDMA organisiert der VDW einen Kongress zur Cybersecurity. Zentrale Frage ist hierbei die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten. VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer: „Der Erfolg neuer Geschäftsmodelle mit Datendiensten und -services hängt essenziell davon ab, dass die Sicherheit gewährleistet ist.“ Wie derartige Geschäftsmodelle aussehen können, ist ein Forschungsschwerpunkt am WZL der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Auf der Metav thematisiert das WZL mit einem Industriepartner Plattformökonomie, also die Monetarisierung von Maschinendaten.

Mitarbeiterqualifizierung zur digitalen Transformation

Eine vernetzte und digitale Produktion setzt auch gechulte Fachkräfte voraus. Die Qualifizierung von Fachkräften nehmen sich VDW und VDMA gemensam in der Nachwuchsstiftung Maschinenbau an. Die Stiftung hat sich der Qualifizierung und Fortbildung verschrieben. Unter der Schirmherrschaft von Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, führt sie derzeit unter dem Titel NRWgoes.digital eine landesweite Qualifizierungsoffensive zu Industrie 4.0 durch. In einem 25-tägigen Programm durchlaufen etwa 300 Lehrkräfte und rund 300 Ausbilderinnen und Ausbilder fachlich und methodisch den Weg durch die Smart Factory. Als Multiplikatoren sollen sie das Erlernte anschließend innerhalb von 2,5 Jahren an über 1.400 Auszubildende weitergeben. Die Auszubildenden können so die Zusatzqualifikation „Digitale Fertigungsprozesse“ erwerben. „Unser Ziel ist es, die künftigen Fachkräfte auf Arbeit und Lernen in der digitalen Arbeitswelt vorzubereiten“, so Schäfer. Auch das ein Messethema: In Düsseldorf lädt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau mehrmals täglich zu Sessions mit Digital Leadern ein.

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