Interview anlässlich der EMO

"Grüne Späne"

Die Walter AG hat ein ehrgeiziges Programm zum effizienten Umgang mit Energie und Rohstoffen aufgesetzt. Unter dem Begriff „Walter Green“ treibt das Unternehmen seit einigen Jahren den Klimaschutz in allen relevanten Bereichen voran. SCOPE fragt nach bei Gerhard Schüßler, Director Quality & Risk Management.

Seit 2007 verantwortet Gerhard Schüßler bei der Walter AG als Director Quality & Risk Management die Bereiche Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitssicherheits- und Energiemanagement.

SCOPE: Herr Schüßler, was hat Walter bewogen, sich so stark in Sachen Umwelt- und Ressourcenschonung zu engagieren?

Gerhard Schüßler: Das sind im Wesentlichen drei Aspekte. Der erste: Durch schonenden Umgang mit Ressourcen lässt sich Geld sparen. Der zweite: Wer sich langfristig im Markt behaupten will, muss nachhaltig wirtschaften. Und der dritte: Als Unternehmen in einer energieintensiven Branche kommt uns eine besonders hohe Verantwortung für unsere Umwelt zu. Dem wollen wir Rechnung tragen.

SCOPE: Welches sind die für Ihre Kunden wichtigsten Vorteile „grüner Werkzeuge“?

Gerhard Schüßler: Zukunftssicherheit. In wenigen Jahren wird es üblich sein, dass ein Unternehmen den CO2-Footprint für seine Produkte nachweisen kann. Leistungsfähigkeit. Grüne Werkzeuge wie unsere neue M4000-Reihe enthalten jede Menge Innovationen und markieren auch in ihren Leistungskennzahlen die Spitze der Entwicklung. Aus diesen beiden Faktoren resultiert Wettbewerbsfähigkeit.

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SCOPE: Wo sehen Sie die größten noch unerschlossenen Potenziale beim schonenden Umgang mit Ressourcen?

Gerhard Schüßler: Mittelfristig ist das für uns das Thema Recycling. Wir haben noch ein gutes Stück Weg bis zu unserem Ziel, so viel recyceltes Material zu kaufen wie wir an Rohstoff verarbeiten. Langfristig besteht die Aufgabe darin, so viel grüne Energie wie möglich zu nutzen. Die erneuerbaren Energien sind bekanntlich sehr volatil. Wie schnell und umfangreich wir dieses Potenzial im realen Betrieb ausschöpfen können, hängt deshalb stark von der Entwicklung der Netze, der umweltfreundlichen Energieerzeugung und der Speichermedien ab.

Zur Person

Gerhard Schüßler hat an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Maschinenbau studiert und sein Studium als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. Danach war er 16 Jahre lang beim Automobilzulieferer GKN Driveline tätig – unter anderem als Messraumleiter und fünf Jahre lang als Qualitätsleiter. Seit 2007 verantwortet Gerhard Schüßler bei der Walter AG als Director Quality & Risk Management die Bereiche Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitssicherheits- und Energiemanagement.

Walter auf der EMO 2015

Ganz im Sinne des EMO-Mottos „Let’s build the future“ wird die Walter AG in Mailand Produkte, Prozesse und Lösungen für die Zerspanung in einer modernen Produktionswelt präsentieren. „Engineering Kompetenz im Drei-Klang“: Auf mehr als 400 Quadratmetern macht das Unternehmen sein Angebot für die Komplettbearbeitung erlebbar. Ein besonderer Eyecatcher ist die „Gläserne Produktion“ – mit smart tools von der Simulation bis zur Werkzeugverwaltung. An Beispielen, unter anderem aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, weist der Zerspanungsspezialist seine Kompetenz als Lösungspartner für die Zerspanung praxisnah nach.

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