Interview mit Dr. Deliane Träber

Andreas Mühlbauer,

„Der erste wichtige Branchentreff des Jahres“

Die Messen Intec und Z haben sich als Plattform für die Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und die Zulieferindustrie etabliert. Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe, erläutert die Bedeutung der Veranstaltungen für die entsprechenden Branchen in Deutschland sowie europaweit.

Die Intec zählt zu den wichtigsten Fachmessen für die Metallbearbeitung in Europa. © Leipziger Messe GmbH | Tom Schulze

Intec und Z haben sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Wird sich die Entwicklung mit der nächsten Ausgabe vom 5. bis 8. Februar 2019 fortsetzen?

Dr. Deliane Träber ist bei der Leipziger Messe seit 2001 Geschäftsbereichsleiterin Industriemessen, zu denen unter anderem Intec und Z gehören. © Leipziger Messe

Dr. Deliane Träber: Unser Messeverbund ist im Februar 2019 wieder der erste wichtige Branchentreff des Jahres für die Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und Zulieferindustrie in Europa. Der Zuspruch für die kommende Ausgabe ist groß. Während der Intec und Z 2019 präsentieren rund 1.300 Aussteller ihr Leistungsspektrum auf der Leipziger Messe. Dazu gehören unter anderem Weltmarkt- und Technologieführer aus dem Werkzeugmaschinenbau, renommierte Anbieter von Präzisionswerkzeugen, Spezialisten für Automatisierungslösungen, versierte Anbieter von Basistechnik oder innovative Zulieferer aus dem In- und Ausland. Wir sind somit sehr optimistisch, dass unser Messeduo seine starke Position unter den europäischen Industriemessen untermauert.

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Was können die Besucher auf den Messen Intec und Z 2019 konkret erwarten?

Träber: Innovative Produkte und Dienstleistungen, ausgefeilte Technik und vor allem anwendernahe Lösungen für die Industrie stehen im Mittelpunkt der Messen. Auf die Besucher der Intec warten vielfältige Angebote an Fertigungstechnik für die Metallbearbeitung. Laser- und Schweißtechnik, Handhabungs- und Montagetechnik sind ebenso gut vertreten wie der Werkzeug- und Formenbau. Eine Reihe an Neuerungen und Weiterentwicklungen – zum Beispiel aus dem Werkzeugmaschinensektor – werden live an den Messeständen vorgeführt.

Die Zuliefermesse ist wieder gut mit Anbietern von Teilen und Komponenten aus Metallen, Kunststoffen und neuartigen Werkstoffen besetzt, wobei die Zulieferer oft zusätzlich zu konkreten Produkten auch spezielle Dienstleistungen wie Oberflächenbearbeitung, Entwicklung und Prototyping für die Industrie anbieten. Zudem werden aktuelle Top-Themen der Branche im begleitenden Fachprogramm des Messeduos diskutiert – den Besuchern bietet das einen zusätzlichen Mehrwert.

Welche Branchenthemen spielen dieses Mal im Fachprogramm eine Rolle? Gibt es neue thematische Ansätze?

Träber: Ja, die gibt es. So konzipieren wir in Kooperation mit AMZ – Automobilzulieferer Sachsen eine neue Sonderschau mit Fachforum zum Thema „Sensorik – auf dem Weg zum intelligenten Produkt“. Diesen Untertitel haben wir nicht zufällig gewählt, denn die moderne Industrie steuert auf eine neue Generation von intelligenten, vernetzten Systemen zu, in der Fertigung wie in den Produkten selbst. Dabei nimmt die Sensorik eine Schlüsselrolle ein. Im Forum erläutern Anwender und Entwickler zum Beispiel, wie Sensoren im Produktionsprozess implementiert werden können oder wie Sensordaten zu beherrschen sind. Ein weiteres hochaktuelles Thema wird mit der Sonderschau „Additiv + Hybrid“ abgebildet, die neuartige Fertigungsverfahren im Einsatz verschiedener Industriebereiche beleuchtet, Anwendungen und Trends für intelligente Verfahrens- und Materialkombinationen sowie Lösungen zur Qualitätssicherung vorstellt. Im begleitenden Fachforum wird unter anderem die Technologieauswahl unter Wirtschaftlichkeitsaspekten beleuchtet.

Das Fachforum „new mobility“ feiert ebenfalls seine Premiere auf der Intec und Z. Warum wird dieses Thema aufgegriffen?

Träber: Ein Thema, mit dem sich die Branche zukünftig verstärkt auseinandersetzen muss, sind neue Antriebskonzepte im Fahrzeugbau. Diese Entwicklung wird auch herkömmliche Produktionsverfahren und die Fertigungstechnik beeinflussen. Daher ist es für uns wichtig, das Fachforum „new mobility“ zusammen mit dem Automotive Cluster Ostdeutschland zum ersten Mal auf der Intec und Z durchzuführen. Es bietet eine Plattform für Betrachtungen und Diskussionen zu den Herausforderungen und Chancen für die Fertigungstechnik und Zulieferindustrie, die neue Fahrzeugantriebe mit sich bringen. So berichtet zum Beispiel der Fachverband Antriebstechnik vom VDMA darüber, welche Auswirkungen die Elektrifizierung des Antriebsstrangs von Fahrzeugen auf den Maschinen- und Anlagenbau hat. Dies zeigt, dass wir die Veranstaltungen im Fachprogramm genau auf die Zielgruppen unserer Messen ausrichten.

Intec und Z eröffnen das Messejahr 2019 für die metallbearbeitende Industrie und Zulieferbranche in Europa. © Leipziger Messe GmbH | Uwe Frauendorf

Ist der Messeverbund aus Ihrer Sicht eine Branchenplattform von nationaler und auch internationaler Bedeutung?

Träber: Ja, beides. Auf der Intec 2019 sind die deutschen Maschinenbauzentren Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sehr gut vertreten. Auch international hat die Intec viel zu bieten: Zu den stärksten ausländischen Beteiligungen zählen Italien, Österreich und die Schweiz. Auch die Zuliefermesse zieht Aussteller aus allen deutschen Industrieregionen an, zudem hat sie einen europaweiten Ausstellerradius. Die internationale Ausstrahlung wird sich auch bei den Besuchern von Intec und Z wieder zeigen.

Und wie sieht es mit der Kernregion der Messen für die kommende Ausgabe aus?

Träber: Die Industrie Mitteldeutschlands und besonders Sachsens sind – neben dem deutschland- und europaweiten Einzugsgebiet – tragende Säulen der Intec und Z. Allein aus Sachsen werden rund 300 Unternehmen und Institutionen dabei sein. Auf keiner anderen deutschen Branchenmesse präsentieren sich der sächsische Maschinenbau und die sächsische Zulieferindustrie in einer vergleichbaren Bandbreite. Intec und Z können also auf eine starke Basis in ihrer Kernregion bauen – und das ist natürlich sehr wichtig.

Intec und Z finden Anfang des Jahres statt. Bietet dieser Termin Vorteile?

Träber: Am Anfang des Jahres treffen Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen. Intec und Z eröffnen das Messejahr 2019 für die metallbearbeitende Industrie und Zulieferbranche in Europa und sind somit der ideale Ort, um sich über die neuesten Branchenentwicklungen zu informieren und die Investitionsplanungen voranzutreiben. Mit unseren Industriemessen möchten wir dazu beitragen, dass Impulse für die Branche entstehen.

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