Trends in Maschinenbau und Zulieferindustrie

Andrea Gillhuber,

Impulsgeber Intec/Z

Das Messeduo Intec und Z in Leipzig gibt wichtige Impulse für die jährlichen Investitionsentscheidungen und gibt gleich zu Beginn des Jahres eine Vorstellung, in welche Richtungen sich Trends im Maschinenbau und der Zulieferindustrie entwickeln.

Das Messedoppel Intec und Z gibt letzte Impulse für Investitionsentscheidungen. © Leipziger Messe / Uwe Frauendorf

Alle zwei Jahre eröffnet das Messedoppel Intec und Z das neue Jahr. Seit 2007 finden die beiden Messen parallel statt und geben dem Maschinenbau und der Zulieferindustrie wichtige Impulse, wie sich die kommenden Monate entwickeln werden – technologisch und wirtschaftlich. „Die Zuliefermesse Z ist eine ideale Ergänzung zur Maschinenbaumesse Intec: Der Maschinenbau braucht Zulieferer und Zulieferer brauchen Maschinen. Auf dem Messedoppel treffen sich beide Branchen zum internationalen Austausch“, beschreibt Kersten Bunke, Projektdirektorin bei der Leipziger Messe, die Synergien der beiden Messen im SCOPE-Interview (Ausgabe 12/2018).

Rund 1.300 Aussteller zeigen im Rahmen des Messeduos neue Produkte, aktuelle Technik und komplexe Dienstleistungen. Auf der Intec erwartet die Besucher ein Überblick zu Fertigungstechnik für die Metallbearbeitung, Automatisierungstechnik für vor- und nachgelagerte Prozesse in der Produktion sowie Technik und Ausrüstungen für Werkstatt und Betrieb.

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Die Z bietet speziell Zulieferern der mittleren Produktionsstufen eine Plattform für ihre Positionierung am Markt. In diesem Jahr konnte die Leipziger Messe neben etablierten Ausstellern auch neue Unternehmen gewinnen. Die internationalen Aussteller stammen vor allem aus West- und Osteuropa. Um den internationalen Austausch zu fördern, werden die Ausstellungen von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet.

Neue Sonderschauen, Foren und Kongresse
Ein Angebot zur gezielten Informationsbeschaffung sowie eine Plattform für Diskussion und Meinungsaustausch bieten die drei Sonderschauen „Additiv + Hybrid“, „Sensorik“ und „New Mobility“.

Additiv gefertigtes Raketentriebwerk mit Aerospike (Luftstacheldüse statt herkömmlicher glockenförmiger Düse). © Christoph Wilsnack, Fraunhofer IWS

Für 2019 neu konzipiert wurde die Sonderschau mit integriertem Fachforum „Additiv + Hybrid – Neue Fertigungstechnologien im Einsatz“. Hier erfahren interessierte Besucher, wie sich klassische Fertigungsverfahren mit neuen Technologien kombinieren und somit die Grenzen herkömmlicher Prozesse überwinden lassen. So werden unter anderem neue Möglichkeiten der Funktionsintegration, die Wahl der Technologie unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit, Qualitätssicherungsverfahren sowie Vorteile durch neue Materialkonzepte und Multimaterial-Fertigung gezeigt.

Nicht um die Sensorherstellung, sondern um den Nutzen und die Möglichkeiten von Sensorik, die Systemintegration, die Beherrschung und Verarbeitung der Sensordaten sowie Lösungsbeispiele und mögliche Anwendungen geht es in der ebenfalls neuen Sonderschau mit begleitendem Fachforum „Sensorik – auf dem Weg zum intelligenten Produkt. Lösungen, Trends, Potentiale.“ Entwickelt und organisiert wird das viertägige Fachforum von der Leipziger Messe gemeinsam mit dem sächsischen Automobilzuliefernetzwerk AMZ und einem mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft besetzten Programmbeirat.

Des Weiteren greift das Messeduo einen Megatrend auf, der Maschinenbau und Zulieferindustrie stark interessiert. Am 7. Februar zeigt das ebenfalls neu konzipierte Fachforum „New Mobility: Neue Fahrzeugantriebe – Herausforderungen und Chancen für die Fertigungstechnik und Zulieferindustrie“ die Herausforderungen für die Branchen, die unter anderem mit dem Megatrend Elektromobilität einhergehen. An der Veranstaltung beteiligt sich der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer VDMA. Dieser hat in einer Studie Szenarien für zukünftige Antriebskonzepte bei Pkw, Nutzfahrzeugen und mobilen Maschinen für die Märkte Europa, USA und China bis 2030 untersucht und daraus Anforderungen an die Entwicklung der Wertschöpfung in der Fertigung abgeleitet.

Bereits zum 6. Mal findet der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ des Fraunhofer-Verbunds Produktion unter dem Motto „Smart Production. Szenarien. Lösungen. Benefit“ statt. In den Vorträgen werden neueste Methoden und Praxisbeispiele aus der Produktion gezeigt, die zu Effizienzsteigerungen führen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Vernetzung von Informationen: Unter anderem durch Datenanalyse lassen sich in komplexen Prozessen Zusammenhänge erkennen und so auf Optimierungspotenziale schließen.

Das Tor nach Osteuropa
Intec und Z liefern aber nicht nur Impulse für die jährlichen Investitionsentscheidungen, das Messedoppel hat sich auch aufgrund seiner Lage zu einem Schaufenster des (ost-)deutschen Maschinenbaus sowie als Tor nach Osteuropa etabliert. Ersichtlich wird dies auch in den zahlreichen Kooperationsveranstaltungen. So findet bereits zum 13. Mal das Enterprise Europe Network, kurz: EEN, statt. Organisiert von der IHK zu Leipzig und ihren Partnern bringt die Networking-Veranstaltung internationale Besucher und Aussteller mit deutschen Fachbesuchern zusammen.

Am 5. Februar veranstaltet die Wirtschaftsförderung Sachsen das Internationale Kooperationsforum Russland/GUS. Ebenfalls von der Wirtschaftsförderung Sachsen organisiert ist das Polnisch-Sächsische Wirtschaftsforum 2019, welches am 6. Februar stattfindet. Unter dem Motto „Kooperation. Digitalisierung. Neue Technologien ohne Grenzen“ findet am 6. Februar ein Messerundgang statt, am 7. Februar gipfelt das Wirtschaftsforum im „Ländertreffen 4.0 – Sachsen – Polen – Tschechische Republik – Rumänien“.

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