Horn auf der EMO Hannover 2019

Andrea Gillhuber,

Werkzeugsysteme zwischen Standard und kundenspezifisch

Traditionell stellt Horn auf der EMO neue Werkzeuge vor. In diesem Jahr zählen dazu MKD-bestückte Kugelfräser, anwenderspezifische profilierte Schneidplatten sowie ein neues Haltersystem.

Fräsen statt polieren bei Horn: MKD-Kugelfräser. © Horn/Sauermann

Fräsen statt polieren heißt es mit dem Werkzeugprogramm zum Hochglanzfräsen von der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH. Für die Bearbeitung nichteisenhaltiger Werkstoffe im Werkzeug- und Formenbau eigenen sich die mit monokristallinen Diamanten bestückten Kugelfräser. Erhältlich sind die MKD-bestückten Werkzeuge mit den Durchmessern 6 mm, 8 mm, 10 mm, 12 mm und 16 mm. Alle Varianten sind einschneidig und mit einer inneren Kühlmittelzufuhr ausgeführt. Für eine schwingungs- und vibrationsfreie Bearbeitung sorgen die Vollhartmetall-Werkzeugschäfte.

Hochglanzfräsen kommt unter anderem dort zur Anwendung, wo sich die Oberfläche der Form in dem zu fertigenden Teilen widerspiegelt. Im Werkzeug- und Formenbau spart das Verfahren laut Unternehmen Polierarbeiten ein und erhöht gleichzeitig die Qualität in Präzision, Konturtreue, Ebenheit und Oberflächengüte. Hohe Oberflächengüten sind Beispiel bei PET-Blasformen und Schokoladen-Gussformen sowie Anwendungsbereiche in der Medizintechnik gefordert.

Neues Haltersystem

Neues Haltersystem für den Supermini Typ 105 © Horn/Sauermann

Horn hat ein neues Haltersystem für den Supermini Typ 105 entwickelt. Die Spannung erfolgt dabei nicht mehr über die Mantelfläche des Werkzeugs, sondern über einen stirnseitigen Spannkeil. Dadurch erhöhen sich die Halterkraft der Schneidplatte und damit die Steifigkeit des Gesamtsystems. Zudem wurde durch die neue Spannung die Wiederholgenauigkeit beim Schneidplattenwechsel verbessert und durch die stirnseitige Bedienung der verfügbare Bauraum besser ausgenutzt. Vor allem beim Einsatz auf Langdrehmaschinen ist dies von Vorteil, da der Anwender den Schneideinsatz wechseln kann, ohne den Werkzeughalter auszubauen.

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Das Werkzeugsystem Supermini wurde für die Bohrungsbearbeitung mit Durchmessern von 0,2 bis 8 mm konzipiert. Die Schneidengeometrien sowie die Substrate lassen sich auf die zu bearbeitenden Werkstoffe anpassen. Mit über 1.500 verfügbaren Varianten findet es unter anderem Anwendung beim Ausdrehen, Einstechen, Fasen, Gewindedrehen, Nutstoßen und weiteren Bearbeitungsoperationen.

Bohren mit profilierten Werkzeugen

Horn bietet auf Basis des Werkzeugsystems 117 profilierte Schneidplatten nach Kundenwunsch für den Einsatz auf Dreh- und Fräszentren. © Horn/Sauermann

Auf Basis des Werkzeugsystems 117 bietet Horn profilierte Schneidplatten nach Anwenderwunsch für den Einsatz auf Dreh- und Fräszentren ab 16 mm Durchmesser an. Der patentierte Präzisionsplattensitz des Systems sorgt für eine hohe Rund- und Planlaufgenauigkeit sowie Wechselgenauigkeiten im µm-Bereich. Eine innere Kühlmittelzufuhr durch den Rundschafthalter auf beide Schneiden sorgt für die Kühlung der Kontaktzone sowie für den Späneabtransport.

Horn bietet die Werkzeuge in den Formbreiten (w) 16 mm, 20 mm und 26 mm an. Die gewünschte Sonderform nach Anwendungsfall ist präzisionsgeschliffen. Die maximale Formtiefe liegt bei tmax = 17 mm, die maximale Formbreite bei w = 26 mm. Die Werkzeugbeschichtung wird für jeden Anwendungsfall ausgewählt und ist für die Materialgruppen P, M, K und N verfügbar. Die Rundschafthalter sind standardmäßig mit den Schaftdurchmessern 16 mm, 20 mm und 25 mm in den Ausführungsformen A und E erhältlich.

EMO Hannover: Halle 5, Stand A45

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