Multi-Palettenspeicher

Andrea Gillhuber,

Ganzheitliche Automatisierung

Die Möglichkeiten, eine Werkzeugmaschine zu automatisieren, sind ebenso vielfältig wie die Gründe für eine automatisierte Werkzeugmaschine. Hedelius bietet verschiedene Automatisierungslösungen für seine Bearbeitungsmaschinen.

Hedelius bietet verschiedene Automatisierungslösungen für seine Bearbeitungsmaschinen. © Hedelius

Mit der Acura-Baureihe hatte Hedelius vor drei Jahren eine Serie an 5-Achs-Hochleistungsbearbeitungszentren auf den Markt gebracht. Die Werkzeugmaschinen mit beidseitig gelagertem Dreh-Schwenktisch wurden speziell für die präzise Bearbeitung komplexer Werkstücke entwickelt und haben sich bereits im Werkzeug- und Formenbau einen Namen gemacht. Unter anderem um diese Baureihe hat der Werkzeugmaschinenhersteller aus Meppen ein umfangreiches Automatisierungsprogramm entwickelt. Dazu zählen Werkstück- und Werkzeugautomatisierung ebenso wie Palettenspeicheranlagen. Der Vorteil von automatisierten Werkzeugmaschinen: Mit ihnen ist eine Produktion auch in Pausen oder mannarmen beziehungsweise mannlosen Schichten möglich.

Verschiedene Automatisierungsmöglichkeiten

Eine ganz klassische Variante der Werkzeugmaschinenautomatisierung ist wohl das Werkzeugmagazin. Bei Hedelius wird das Schrankmagazin hinter dem Bearbeitungszentrum aufgestellt. Die Werkzeuge werden über ein drehbar gelagertes Hubgerüst mit Greifer aus dem Standby-Magazin entnommen und in das Bearbeitungszentrum eingesetzt. Welche Werkzeuge in das Hauptmagazin der Maschine abgelegt sind und werden, wird über die Werkzeugverwaltungs-Software auf Basis des NC-Programms gesteuert.

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Für den mannlosen Betrieb lassen sich die Bearbeitungszentren auch im Roboterzellen ausstatten.

Der Vorteil von Palettenautomatisierung ist schnell erläutert: Während ein Werkstück bearbeitet wird, lässt sich hauptzeitparallel ein weiteres aufspannen oder aber die Vorrichtung umbauen. Es entsteht kein Stillstand.

Die Werkzeugmaschinen mit beidseitig gelagertem Dreh-Schwenktisch wurden speziell für die präzise Bearbeitung komplexer Werkstücke entwickelt. © Hedelius

Bei Hedelius heißt eine Lösung für die Palettenautomatisierung Marathon. Bei der Entwicklung des Multi-Palettenspeichers für die Acura 65 legte das Meppener Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die Ergonomie. So beträgt die Beladehöhe 950 mm, bis zur Palettenoberkante 965 mm, und der Beladeplatz ist drehbar sowie in acht Positionen à 45 ° arretierbar. Um ein Aushebeln der Palette beim Anziehen der Schraubstück zu verhindern, werden die Paletten für das Werkstückspannen pneumatisch geklemmt. Insgesamt fasst der Palettenspeicher mit Heidenhain-Steuerung 22 Paletten mit den Maßen 400 mm × 400 mm. Das Aufspanngewicht liegt bei 180 kg, das Transfergewicht bei 200 kg. Optional kann die Last auf 380 beziehungsweise 400 kg erweitert werden. Die maximale Aufspannhöhe liegt bei 400 mm, allerdings gilt es die maximal bearbeitbare Werkstückhöhe der Maschine zu beachten. Den Störkreisdurchmesser gibt Hedelius mit maximal 500 mm an.

Wird eine Acura 65 mit dem Palettenspeicher Marathon ausgestattet, so misst die gesamte Anlage 4.726 mm in der Breite und 2.965 mm in der Höhe.

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