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SchichtverbundwerkstoffeWerkzeugkonzepte für prozesssichere Trockenbearbeitung

Schichtverbundwerkstoffe: Werkzeugkonzepte für prozesssichere Trockenbearbeitung

An Werkzeuge, die in der Endmontage von Flugzeugen zum Einsatz kommen, werden unterschiedlichste Anforderungen gestellt. Für die prozesssichere Trockenbearbeitung von Materialkombinationen wie CFK-Aluminium oder verschiedenen Aluminiumlegierungen wurden eigene Werkzeugkonzepte entwickelt.

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Aluminiumbearbeitung, SägeautomatenUnter die Zähne gelegt

Mit der Anschaffung eines Aluminium-Großbandsägeautomaten von Behringer bewies das Unternehmen Geier Metall- und Edelstahl den sprichwörtlich richtigen Riecher für den Bedarf des Marktes. Mit Aluminiumzuschnitten in großen Dimensionen bietet der Rheinauer Halbzeuge-Lieferant eine interessante Leistung an.

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Zerspanung: Unter  die Zähne gelegt

„Es ist tatsächlich so, dass wir mit Aluminiumzuschnitten in dieser Größenordnung bundesweit eine echte Marktlücke füllen“, stellt Thomas Geier, einer der beiden Geschäftsführer, zufrieden fest. Zwar hat der Wettbewerb ebenfalls Aluminiumabschnitte im Angebot und auch in Rheinau war man schließlich vor der Investition in die neue Maschine in der Lage, größere Scheiben des leichten Werkstoffs anzubieten, „doch zu weitaus höheren Kosten“, so Thomas Geier weiter. „Wir haben damals die Scheiben mit einer unserer Rondensägen aus einer Aluminiumplatte herausgetrennt.“

Nicht nur die Platten an sich sind deutlich teurer als Stangenmaterial, auch der Sägeprozess nimmt mehr Zeit in Anspruch. Mit dem Sägeautomaten HBP800-850A werden jetzt kostengünstig vom Vollmaterial Scheiben abgenommen – gelegentlich sogar in Serie. „Für Aufträge, die wir auf der Behringer-Säge bearbeiten, können wir demnach dem Kunden ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten“, erklärt Thomas Geier. Im umfangreichen, rund 600 Tonnen Material fassenden Vollsortimentlager liegt ausreichend „Futter“ für die elf Sägemaschinen des Unternehmens, die auf insgesamt rund 5000 Quadratmetern Hallenfläche ihren Dienst tun. Sie beißen sich im Sekundentakt durch Rotguss, Messing, Stahl, Edelstahl, Bronze, Kupfer- und eben zu 60 Prozent durch Aluminium. Im Einschichtbetrieb trennen die rund 30 Mitarbeiter des Unternehmens Abschnitte von Stangenmaterialien unterschiedlicher Querschnitte, aber auch aus Blechen, Profilen und Platten. Maschinenbediener René Reiland arbeitet seit zwei Jahren mit den vier Bandsägen in einem der Lager und kennt sämtliche Tricks und Tücken: „Alles über 500 Millimeter lege ich ausschließlich in die Großbandsäge; Material unter diesem Durchmesser, bearbeite ich auch mit unserem anderen Behringer Bandsägeautomaten“, erklärt er. Denn seit knapp zehn Jahren läuft bereits ein kleineres Modell des Kirchardter Sägenspezialisten bei Geier, eine Geradschnittmaschine HBP360A. In beiden Maschinen wird ein gängiges Bimetall-Sägeband verwendet, das, wenn es kein Aluminium zu trennen hat, durchaus auch alle anderen Materialien zuverlässig sägt. Sogar Edelstahl wird ihm unter die Zähne gelegt. „Dann allerdings muss ich etwas langsamer rangehen, um das Sägeband ein bisschen zu schonen“, so die Erfahrung des Bedieners.

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Sägen im Klartext

Trotz der großen Beanspruchung wird das Band an der Großbandsäge nur alle drei bis vier Monate ausgetauscht. „Der Bandwechsel geht schnell und einfach“, so Reiland, und ergänzt: „Überhaupt ist die Säge komfortabel zu bedienen. Durch die offene Bauweise komme ich gut überall ran. Man verliert nicht soviel Zeit fürs Rüsten und auch das Programmieren der Steuerung geht problemlos.“ Zahlreiche Parameter, wie zum Beispiel die gesägte Stückzahl, Betriebsstunden, Schnittzeiten, Bandstandzeiten oder Fehlermeldungen erscheinen im Klartext am Terminal. Insgesamt können 50 Sätze eingegeben, gespeichert und abgerufen werden. Durch Eingabe der Abschnittlänge wird die einzustellende Länge durch die Mehrfachnachschub-Einrichtung automatisch angezeigt. Meist hat René Reiland es aber mit Aufträgen der Losgrößen Eins bis Zehn zu tun. „Letztes Jahr hatten wir für einen österreichischen Kunden eine 500er Serie auf unserer großen Alusäge zu bearbeiten. Das ist eher selten, hat aber reibungslos funktioniert“, ergänzt Thomas Geier.

Mit Blick aufs Tagesgeschäft verzichtet man deshalb auf umfangreiche Zu- und Abfuhrperipherie. Die Firma Geier beschränkt sich auf einen Ablagetisch auf der Zuführseite der Säge. Das zu Stangenmaterial wird per Kran aus dem Lager geholt, auf dem Tisch abgelegt und über Rollen in die Sägemaschine geschoben. Da beim Sägen von Aluminium ein erhebliches Spänevolumen auftritt, ist der Geradschnittautomat mit einem Späneförderer ausgestattet, der die Sägespäne durch die Maschine transportiert und über einen Auswurf in einen Container abwirft. Zwei rotierende Doppelbürsten reinigen das Sägeband während der Bearbeitung von anhaftenden Spänen. Ungenauigkeiten beim Sägen werden durch die solide Bauweise der Maschine vermieden. Der Schnittvorschub ist konstant beim Sägen von Vollmaterial, und auch die Schnittkraft wird konstant gehalten – wichtig beim Sägen von Rohren und Profilen. Der Vorschub wird automatisch an die Schnittbreite angepasst. Das gewährleistet optimale Standzeiten des Sägebandes bei höchster Leistung. ee

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