Das war die EMO Mailand 2015

155.000 Besucher, davon 51 Prozent aus dem Ausland

Eine sehr positive Bilanz konnten die Veranstalter der EMO Mailand 2015, der Weltleitmesse der Metallbearbeitung, ziehen. "Die EMO war immer die wichtigste Veranstaltung für die weltweite Werkzeugmaschinenindustrie, um sich über neue Produktionstechnologien und –trends zu informieren”, erläutert Pier Luigi Streparava, der letztes Jahr von der Cecimo zum Generalkommissar der EMO Mailand 2015 ernannt wurde. 

Produkte und Lösungen rund um die abtragende Metallbearbeitung beherrschten die Themen der EMO Mailand. (Bild: Deutsche Messe)

Die Cecimo ist der Dachverband der europäischen Werkzeugmaschinenhersteller und Veranstalter der EMO. Über 1.600 Aussteller hatten ihre Innovationen für die Produktion vom 05. bis 10. Oktober 2015 unter dem Motto "Let´s build the Future" einer internationalen Fachöffentlichkeit präsentiert.

Pier Luigi Streparava weiter: „Die diesjährige EMO 2015 konnte nicht nur alle Zahlen die Vorveranstaltung der EMO Mailand 2009 deutlich übertreffen, sondern auch unsere bereits hochgesteckten Erwartungen.“

Insgesamt kamen an den sechs EMO-Tagen über 155.000 Besucher (Hannover 2013: 145.000) aus mehr als 120 Ländern (Hannover 2013: 100 Ländern) nach Mailand. "Der internationale Charakter der EMO Mailand wird durch den großen Anteil von über 51 Prozent an ausländischen Besuchern eindrucksvoll unterstrichen“, kommentiert Pier Luigi Streparava. Dabei führte Deutschland (12 Prozent der Besucher), gefolgt von der Schweiz, Japan, Frankreich, Türkei, China, Russland, Spanien, Schweden, Österreich und Taiwan die besucherstärksten Länder an.

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62 Prozent der Besucher kamen aus europäischen Ländern. Überraschend war der hohe Anteil an asiatischen Besuchern (32 Prozent), und auch die Besucherzahl aus den USA nahm zu.

Bereits auf der diesjährigen EMO stieß das Thema 3D-Druck auf großes Interesse. Auf der EMO Hannover wird die rapide voranschreitende technologische Entwicklung in diesem Bereich eines der Messe-beherrschenden Themen sein. (Foto: Fraunhofer ILT/Lannert.1)

Mit über 1.600 Ausstellern übertrumpfte die Mailander EMO die letzte Veranstaltung in Italien von 2009 deutlich, blieb aber hinter der Ausstellerzahl der EMO 2013 in Hannover mit 2.200 zurück. Die Mehrzahl der Aussteller kamen dabei aus Italien (500 Firmen), gefolgt von 290 Ausstellern aus Deutschland. Auf Platz 3 folgt Taiwan, dann China und die Schweiz.

Insgesamt ist die Ausstellerzahl seit der letzten EMO Milano im Jahr 2009 um 12% gestiegen, die Ausstellungsfläche verzeichnete einen Anstieg von 26%, die 12 Messehallen waren komplett ausgebucht.

Die EMO Mailand verabschiedet sich mit dem Hinweis auf die EMO Hannover (Bild: Stotz)

Auch über mangelndes Journalisteninteresse konnte sich die Mailänder EMO nicht beklagen: neben dem Berichterstatter waren weitere 399 Fachjournalisten aus aller Welt auf der Messe registriert.

Auf der EMO stellte der Cecimo auch die Entwicklung der europäischen Maschinen- und Werkzeugindustrie vor. Die europäische Werkzeugmaschinenindustrie wuchs 2014 um 1,3 Prozent auf einen Umsatz von 23 Milliarden Euro. Zwei gegensätzliche Trends beeinflussen die gegenwärtige Umsatzentwicklung: Das Abkühlen der bisher stark wachsenden Emerging Markets wie etwa in China oder Südamerika. Gleichzeitig verzeichnen Europa und die USA demgegenüber stabile Wachstumszahlen. Beide Trends berücksichtigt, erwartet der Dachverband, dass der europäische Werkzeugmaschinen-Umsatz dieses Jahr auf 23,6 Milliarden Euro ansteigen wird. Dabei wird der Umsatz in Europa schätzungsweise 14,2 Milliarden Euro erreichen.

Die Abschlusszahlen der Mailänder EMO zeigen laut Streparava, “die Bedeutung des italienischen Standortes der Messe für die weltweite Werkzeugmaschinenindustrie.”

2017 und 2019 wird die EMO jeweils wieder in Hannover stattfinden, bevor sie 2021 wieder nach Italien zurückkehrt.

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW: „Unser vorrangiges Ziel ist es, die Internationalität der EMO Hannover auszubauen.“ (Bild: Deutsche Messe)

Was Internationalität und Besucherzahl angeht, hat Mailand jedenfalls die Latte für Hannover 2017 hoch angelegt. Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW, sagte dazu 2013 zum Abschluss der letzten Hannover-EMO: „41 Prozent Auslandsanteil bei den EMO-Besuchern und über 60 Prozent bei den Ausstellern sind bereits sehr gute Werte für die weltweit wichtigste Messe der Metallbearbeitung. Unser vorrangiges Ziel ist es dennoch, die Internationalität der EMO Hannover weiter auszubauen.“ hs

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