EMO Hannover 2019

Andrea Gillhuber,

Die Zukunft ist digital

Von 16. bis 21. September findet die EMO Hannover statt und geht konsequent den Weg in eine vernetzte Zukunft. Neben den Trendthemen wie die intelligente Vernetzung der Fabrik, neue Geschäftsmodelle, Digitalisierung und Cybersecurity spielen aber auch Dauerbrenner wie Ressourceneffizienz und Produktivitätssteigerung eine wichtige Rolle auf der Weltleitmesse der Metallbearbeitung.

Die EMO Hannover geht konsequent den Weg in eine vernetzte Zukunft © Deutsche Messe

Bis Mai haben sich 2.030 Aussteller aus 47 Ländern für die Weltleitmesse der Metallbearbeitung EMO angemeldet. Auch in diesem Jahr findet sie in Hannover und damit in Deutschland statt, dem drittgrößten Werkzeugmaschinenmarkt weltweit. „Alle wichtigen Hersteller von Produktionstechnik präsentieren sich in Hannover auf der größten und umfangreichsten Leistungsschau für die Industrieproduktion. Da will keiner fehlen“, sagt Christoph Miller, Leiter Messen beim EMO-Organisator Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW in Frankfurt. Mit dabei sind Marktführer aus verschiedenen Technologiebereichen, darunter DMG Mori, FFG, Siemens, Balluff, Stratasys und Kuka. Sie alle werden Lösungen und Produkte unter dem Messemotto „Smart technologies driving tomorrow‘s production!“ zeigen.

Schwerpunkt IoT in der Produktion

„Wir sind überzeugt davon, dass die EMO Hannover 2019 ein Hotspot für neue Angebote und Lösungen rund um die smarte Fabrik sein wird“, sagt Miller. Aus diesem Grund wird dem Internet of Things, kurz: IoT, auf der EMO Hannover der Ausstellungsbereich „IoT in der Produktion“ gewidmet. Auf ihm finden sich Einzelaussteller im Umfeld der Steuerungstechnik, Software und Automatisierungs- technik.

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Bereits 2017 haben klassische Steuerungsanbieter wie Beckhoff, Bosch, Fanuc, Heidenhain oder Siemens, aber auch Maschinenbaukonsortien wie Adamos oder Axoom ihre IT-Plattformen auf der Messe präsentiert. Miller: „Wir wissen, dass dieser Ausstellungsbereich auch für IT-Anbieter wie IBM, HP, GE, SAP, Microsoft Oracle, die Telekom und anderen ein hoch interessantes Umfeld bietet, wenn sie ihr Geschäft mit den Herstellern von Produktionstechnik ankurbeln wollen.“ Die EMO Hannover sei eine gute Plattform, da dort alle Entscheider aus der Produktionstechnik über die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung über Produktion und Qualitätsmanagement bis hin zur Logistik vertreten sind. Die klassischen Steuerungshersteller konnten auch für ein weiteres Projekt des VDW gewonnen werden – Umati, dem Schnittstellenstandard für Werkzeugmaschinen. Auf der Messe wird nun der Standard vorgestellt. Mehr über Umati lesen Sie ab Seite 26.

Mit der vernetzten Produktion gehen allerdings auch Risiken einher. So müssen Werkzeugmaschinen in Zukunft auch vor Cyberattacken geschützt werden. Wie das geht, weiß der Automatisierungsspezialist Balluff. „Cyberkriminelle verwenden regelmäßig bekannte Sicherheitslücken oder Fehler in veralteter Software, um sich Zugriff auf ein System zu verschaffen. Das zeitnahe Einspielen angebotener Updates und Sicherheitspatches verringert das Risiko von Cyberangriffen ganz erheblich“, sagt Philipp Echteler, IIoT Strategy Manager bei Balluff. Das Unternehmen wird daher in Halle 9 nicht nur Automatisierungslösungen zeigen, sondern auch über Cybersecurity informieren.

Foren, Sonderschauen und Start-up-Area

Auch in diesem Jahr wird die Messe durch ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet. So können Fachbesucher von zahlreichen Foren, Kongressen und Sonderschauen partizipieren. Beispielsweise kooperiert der VDW mit dem Fachverband Software im VDMA: Er wird über die gesamte Messelaufzeit ein Forum zu den Trends bei Industrie 4.0 und Machine Learning mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen organisieren. Geplant ist außerdem, einen Fokus auf die Zukunft der Arbeit zu legen.

Eine eigene Plattform mit Ausstellung, Foren und Pitches wird auch Jungunternehmern mit der Start-up-Area gegeben. Denn Start-ups aus dem Technologie-Sektor sind durchaus interessante Partner für den Maschinen- und Anlagenbau: Laut VDW suchen bereits mehr als die Hälfte aller Unternehmen aus der Branche die Nähe zur Start-up-Szene – Tendenz weiter steigend. Auf 660 m² in Halle 9 präsentieren sich internationale Start-ups als mögliche Geschäftspartner.

Mit Unterlagen des VDW

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