Fachmesse für Werkzeugmaschinen

AMB Iran vom Start weg komplett ausgebucht

Vom 30. Mai bis 1. Juni 2016 findet im Boostan Goftegoo’s Exhibition & Conference Center in Teheran die erste AMB Iran statt. Die beiden von der Messe Stuttgart gebuchten Messehallen sind komplett belegt, 110 Aussteller aus 13 Ländern sind dabei.

Der Iran ist seit dem Wegfall der Sanktionen stark an Hightech für die Fertigung interessiert (Bild: Hermle AG)

„Die AMB Iran Exhibition & Conference hat unsere Erwartungen auf Anhieb erfüllt. Die beiden reservierten Messehallen sind komplett ausgebucht“, freut sich Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart über den Erfolg. „Ein Beleg dafür, dass es die richtige Strategie war, die AMB in den Iran zu exportieren. Der Bedarf an modernen Fertigungstechnologien, speziell an Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen, ist aktuell sehr hoch.“

Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart: „Die AMB Iran Exhibtion & Conference hat unsere Erwartungen auf Anhieb erfüllt.“

Die teilnehmenden 110 Unternehmen kommen aus 13 Ländern, konkret aus Deutschland, Belgien, Frankreich, dem Iran, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und der Türkei. Sie zeigen vom 30. Mai bis 1. Juni 2016 im Boostan Goftegoo’s Exhibition & Conference Center in Teheran Innovationen und Weiterentwicklungen bei Metallbearbeitungsmaschinen, Schneidemaschinen, der Metallumformung (Blechbearbeitung), Präzisionswerkzeugen, Mess- und Prüftechnik sowie der Automatisierungstechnik. Belegt sind die beiden Messehallen Teheran und Golestan mit insgesamt 5000 Bruttoquadratmetern Ausstellungsfläche.

Beim VDW sieht man hohes Investitionsinteresse in der iranischen Industrie. „Der iranische Markt für Fertigungstechnologien hat Potenzial. 2014 betrug der Werkzeugmaschinenverbrauch 82 Mio. Euro. Er wird jedoch sehr schnell anziehen, weil hoher Modernisierungsbedarf in allen Bereichen der Metallbearbeitung besteht. Insbesondere sehen wir Investitionsinteresse bei den Ausrüstern für die Öl- und Gasindustrie, in der Fahrzeugindustrie, im Stahl- und im Medizintechniksektor“, erklärt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. Diese Einschätzung basiert auf den Erfahrungen der Vergangenheit. Anfang der 1990er Jahre hat die Branche bereits Werkzeugmaschinen im Wert von nahezu 190 Millionen Euro in den Iran exportiert. Das Land stand damals auf Platz 9 der wichtigsten Ausfuhrmärkte für die deutschen Hersteller mit einem Anteil von 4,3 Prozent. Zuletzt betrugen die Ausfuhren aufgrund internationaler Sanktionen gegen das Land nur noch 20 Millionen Euro, einschließlich Ersatzteile und Zubehör. Mittlerweile gibt es wieder starke Zuwächse, 2014 um 59 Prozent und 2015 um 55 Prozent. Mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent ist Deutschland nach China derzeit der zweitgrößte Lieferant.

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Wie groß das Interesse an deutschen Maschinen ist, zeigte ein Pre-event für die AMB Iran, veranstaltet am 1. Mai 2016 in Teheran: 230 Multiplikatoren aus acht Industriestädten und Regionen (Isfahan, Tabriz, Mashhad, Qum, Qasween, Karaj, Ahwaz, Shiraz), nahmen daran teil, darunter waren auch die führenden Vertreter der zuständigen Ministerien und der einzelnen Regionen. Anwesend waren auch die Vertreter der wichtigsten Verbände und Gewerkschaften, unter anderem Iran Industrial Equipment Manufacturers  Association; Iranian Association of Industrial Automation Companies; Ministry of Industry, Mine and Trade; Tabriz Auto Part & Machines Manufacturers Association sowie diverse Machine Tool Unions aus dem ganzen Land.

Um Angebot und Nachfrage besser zusammen bringen zu können, wurde zudem eine Matchmaking-Plattform online geschaltet. Seit 1. Mai 2016 können sich dort die wichtigsten Einkäufer aus dem Iran gezielt mit Anbietern in Verbindung setzen, um sich für B2B- Meetings im Rahmen der AMB Iran zu verabreden.

Messebegleitend veranstaltet der VDW ein Technologiesymposium. Namhafte Hersteller aus Australien, Deutschland, Italien, Luxemburg und der Schweiz präsentieren ihre Produkte und Lösungen für den iranischen Markt exklusiv vor iranischen Kunden. Eingeladen sind Vertreter der wichtigsten Abnehmerbranchen im Iran, wie der Öl- und Gasindustrie, dem Fahrzeugbau, der Stahlindustrie und der Medizintechnik. Die dreitägige Veranstaltung informiert ausführlich über neueste Produktionstechnologien und  Bearbeitungsverfahren auf modernen Werkzeugmaschinen. Der erste Tag vermittelt Wissenswertes zu den Themen Umformtechnik, Präzisionsschleifen und Komplettbearbeitung. Am zweiten Tag stehen die Themen Verzahnen, Messen und Prüfen, Mehrspindler, Bearbeitungszentren und flexible Produktionssysteme auf dem Programm. Am dritten Tag schließlich dreht sich alles um die moderne Spanntechnik und verschiedene Verfahren zur Großteilebearbeitung.

Die AMB Iran ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Messe Stuttgart und VDW. Ideelle Träger sind der VDMA Fachverband Präzisionswerkzeuge sowie der VDMA Fachverband Mess- und Prüftechnik.

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