Tellerbürsten

Flexibel und maßgeschneidert

Ihre Anwendungsvielfalt macht sie unentbehrlich beim Entgraten, Schleifen, Strukturieren, Polieren, Waschen, Reinigen und Transportieren. Tellerbürsten sind ein flexibles Werkzeug für die Oberflächenbearbeitung. Hersteller Kullen bietet für viele Anforderungen maßgeschneiderte Lösungen – von der Autowaschanlage bis zum Geldzählautomaten.
Präzision: Gegenläufig arbeitende Anderlon-Bürsten entgraten das Werkstück stirnseitig und vollautomatisch. Eine abgenutzte Borste behält ihre Schleifwirkung, da immer wieder neue Schleifkörner freigelegt werden (Bild: Kullen).

Für die meisten Anwendungsfälle ist eine Tellerbürste mit gestanztem Besatz ausreichend. Dieser wird in die vorgebohrten Löcher mit einer Drahtschlinge verankert. Die Besatzdichte kann dann ganz nach Bedarf variiert werden. Für effektivere Entgrataufgaben bietet der schwäbische Hersteller Kullen aber Tellerbürsten, deren Einsatz im Kunststoffkörper eingegossen ist. Sie kommen vor allem bei der Bearbeitung von Pneumatik- und Hydraulikteilen oder bei Zylinderköpfen und Motorblöcken zum Einsatz. Auch der Formgrat bei Sinterteilen nach dem Aushärten kann damit entfernt werden.

Gegenüber herkömmlichen Tellerbürsten bietet die vergossene Ausführung einige Vorzüge: Die Borsten bleiben kompakt und spreizen nicht auf. So lassen sich genaue Einstellwerte fixieren und dadurch – vor allem beim vollautomatischen Einsatz – prozesssichere Ergebnisse erzielen. Zudem zeigen sich diese Bürsten besonders aggressiv und garantieren so deutlich kürzere Entgratzeiten.

Die Standarddurchmesser der Bürsten liegen bei 70 und 300 mm. Je nach Anforderung werden unterschiedliche Besatzmaterialien verwendet. Drähte gibt es in über 600 Ausführungen. Gleichgültig ob weich, mittelhart oder hart – einige Drähte sind auch bei Dauerbelastung hitzebeständig bis etwa 1.250°C. Kunstborsten aus Polypropylen oder Polyester stellt Kullen in glatter oder gewellter Beschaffenheit zur Verfügung. Sie besitzen eine hohe Wärme- und Kältebeständigkeit. Zudem sind die Borsten äußerst resistent gegen chemische Substanzen wie etwa Aceton, Calciumchlorid, Methanol oder Natronlauge. Auch Mineral-, Motor- oder Dieselöle sowie Petroleum können ihnen nichts anhaben. Darüber hinaus bietet der Reutlinger Bürstenspezialist Besatzmaterialien aus Naturhaaren (Pferd, Ziege) sowie Schweineborsten und Pflanzenfasern (Tampico-Fibre der Ixtle-Agave; Sisal-Kordeln der Sisal-Agave) an. Auch dieser Besatz überzeugt im Dauerbetrieb durch eine stattliche Temperaturbeständigkeit von bis zu 150° C. Naturprodukte werden in der Oberflächentechnik vor allem zum Entstauben und Polieren eingesetzt. Auch über 60 Anderlon-Sorten hat Kullen im Sortiment. Das Gemisch aus Kunststoff-Granulat und Schleifkorn hat ein besonderes Merkmal: Selbst eine abgenutzte Borste behält ihre Schleifwirkung, weil immer wieder neue Schleifkörner freigelegt werden. Unabhängig vom Material gibt es alle Borstenarten in unterschiedlichen Stärken.

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Stärke, Form und Material

Die Tellerbürsten mit Metallkörper setzt der Verarbeiter per Hand ein. Das Werkzeug ist in einen Halter eingeklemmt und hält auch stärkerer Belastung stand. Aber auch dann können die Komponenten meistens problemlos wiederverwendet werden. Hersteller Kullen bietet verschiedene Tellerbürsten-Systeme je nach Einsatzgebiet und Gebrauch an. Standard-Elemente sind ständig auf Lager und können nach Kundenwunsch schnell ausgeliefert werden. Da viele Anwendungen aber individuelle Lösungen benötigen, hält das Unternehmen seine Produktion flexibel und stellt verschiedene Möglichkeiten bei Körperanmessung, -form, -stärke und -material zur Verfügung. Auch bei Besatzart, -durchmesser und -anordnung gibt es mehrere Optionen. Die Besatzverankerung – vergossen, gestanzt oder von Hand eingezogen – wird ebenso nach Kundenauftrag angefertigt. Bei den Aufnahmen sind (etwa durch Achslöcher mit oder ohne Keilnut oder eingepressten beziehungsweise eingegossenen Gewindebuchsen mit Links- oder Rechtssteigung) ebenfalls zahlreiche Alternativen möglich.

Auch für ungewöhnliche Einsatzorte wie beispielsweise Autowaschanlagen, Geldzählautomaten oder in der Flachglasherstellung bietet der Hersteller geeignete Tellerbürsten an. Denn neben dem Entgraten oder Schleifen sind auch das Reinigen und das Transportieren weitere Haupteinsatzgebiete. Elemente mit planer Oberfläche wie Metallronden, Autofelgen oder Fenster verlangen in der Regel ebenfalls nach Tellerbüsten mit Plan geschertem Besatz. Bei gestuften Oberflächen wie sie beispielsweise an Sinterteilen zu finden sind, können Werkzeuge mit stufigem Besatz einen großen Zeitvorteil bei der Bearbeitung bringen. Der Verarbeiter spart hier einen Arbeitsgang.

Im Fall der Sonderlösungen bietet Kullen bei den Besatzmaterialen die genau passende Mischung zum bearbeiteten Material an. So können etwa Tellerbürsten mit ANS-Besatz (Anderlon-Schleifbürste mit Siliziumkarbid-Körnung) auch bei der Fassadenreinigung und Holzstrukturierung eingesetzt werden. Spezielle Bürsten, um Bremsnaben in der Kfz-Instandhaltung zu entrosten, werden ebenfalls angeboten. ms

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